Elektromobile in den Startlöchern
Erstellt von ub am Donnerstag 29. Juli 2010
Bei der “e-miglia” queren sowohl alltagstaugliche Kleinwagen und sportlichen Roadster als auch elektrisierte Motorräder oder dreirädrige Twikes die Alpen © e-miglia.
- In einer Woche startet in München die “e-miglia”, eine Straßenrallye für Elektromobile, die die Alpen überquert und vom Automobilclub von Deutschland (AvD) unterstützt wird. Faszinierende Zukunftsmobile – vom sportlichen Roadster über elektrisierte Motorräder, dreirädrige Twikes bis hin zu einem Multitruck – machen sich am 3. August 2010 auf den Weg ins norditalienische Rovereto. Im Minutentakt wird AvD-Präsident Rudolf Graf von der Schulenburg die Fahrzeuge ab 9 Uhr auf die Strecke bringen und somit die automobile Geschichte fortschreiben. Denn der Name der Veranstaltung impliziert nicht zufällig ein Stück Motorsporthistorie und knüpft an die legendäre Straßenrallye “Mille Miglia” an.
An diesem Kult-Wettbewerb nahmen zwischen 1927 und 1957 auch zahlreiche AvD-Motorsportler erfolgreich teil. Allen voran der ehemalige AvD-Sportpräsident Fritz Huschke von Hanstein, der die “Mille Miglia” 1940 gewann. Somit ist das Engagement des AvD als offiziellem Partner der “e-miglia” nur logisch und konsequent. Der modifizierte Klassiker, die neue E-Rallye, wird auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie konkurrenz- und leistungsfähig Elektrofahrzeuge sind.
Die ganze Bandbreite können Zuschauer bereits am Vorabend des Starts erleben. Auf dem Gelände des TÜV Süd in der Ridlerstraße in München werden die E-Mobile und Teams in einem offenen Fahrerlager um 17 Uhr präsentiert. Rund um die technische Abnahme können Interessierte die Zukunftstechnologie hautnah unter die Lupe nehmen, auch deutsche Entwicklungen wie beispielsweise das aerodynamische Jetcar aus Brandenburg oder den familientauglichen Stromos von German-E-Cars. Die zwei- und dreirädrigen Modelle sind nicht weniger spannend: Die Ex-Motorrad-Rennfahrerin Katja Poensgen wird z.B. mit einer Elektro-Enduro die Alpen queren. Die Route der E-Straßenrallye führt unter anderem über den Fernpass und den Jaufenpass, den mit 2094 Metern höchsten Punkt der “e-miglia”.
Insgesamt 560 Kilometer werden die rund 30 Teilnehmer bis zur Zieleinfahrt am 6. August in Rovereto zurücklegen. Nachladen oder ein Batterie-Tausch ist auf den einzelnen Etappen selbstverständlich erlaubt. Mobile Ladestationen stehen den Teilnehmern entlang der Strecke und am jeweiligen Etappenziel zur Verfügung. Schließlich sollen auch neue Erkenntnisse gewonnen werden, wie alltagstauglich die Elektroflotte inzwischen ist. Einige teilnehmende Fahrzeuge haben bereits Reichweiten von bis zu 250 Kilometern und werden die Tagesetappen auch ohne eine “Extraportion Strom” meistern.