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Falscher Kraftstoff – 5 000 Fehlbetankungen im Jahr

Erstellt von ub am Mittwoch 8. September 2010

Wegen Fehlbetankungen bei Autos rückt der ADAC jährlich rund 5 000 Mal aus. Die Gründe für die Sprit-Verwirrung: Tankstellen bieten immer mehr Spritsorten unter immer neuen Namen an, die nicht mehr eindeutig Benzin und Diesel zuzuordnen sind. Auch sorgen große Werbeaufkleber an den Zapfsäulen und Pistolen für Ablenkung beim Kunden.

Die gängigste Art der Fehlbetankung ist das Einfüllen von Super in ein Dieselfahrzeug, da dort die kleinere Benzin-Zapfpistole hineinpasst. Ältere Motoren ohne Direkteinspritzung vertragen eine kleine Menge des Kraftstoffs problemlos, moderne Dieselmotoren reagieren jedoch allergisch auf Benzin.

Wurde nach der Fehlbetankung noch nicht gestartet, reicht üblicherweise das Abpumpen des Benzins. Ist der falsche Kraftstoff allerdings schon im Leitungssystem, kann die teure Reinigung der gesamten Einspritzung nötig werden. Auch im Winter gilt das Benzinverbot für den Diesel. Der Irrglaube, dass die Beimischung gegen das “Versulzen” hilft, hält sich hartnäckig.

Moderne Diesel-Pkw mit Hochdruckeinspritzung vertragen absolut keine Verdünnung mit Benzin.

 Um Fehlbetankungen zu verhindern, bieten einige Hersteller in ihren Pkw-Modellen bereits einen Sicherheits-Einfüllstutzen an, in den nur die korrekte Zapfpistole passt. An Bord ist sie bei allen neuen BMW und Land Rover, bei vielen Modellen von Ford sowie beim Jaguar XF. Um die Fehlbetankungsquote zu senken, fordert der Automobilclub, dass Zapfpistolen- und -säulen eindeutig und klar gekennzeichnet werden. Außerdem sollten Tankdeckel und Tankklappe klar beschriftet werden.  mid/hh

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