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am 6. Februar 2012
Damit gleich zu Beginn keine Zweifel aufkommen: Feinstaub, mikroskopisch kleine Partikel in der Luft, die der Körper nicht aus der Atemluft filtern kann, bilden nachgewiesener Maßen eine ernste gesundheitliche Gefahr. Jeder Politiker, der wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bürger vor dieser Gefahr initiiert, verdient sich Lob und Anerkennung.
Doch diese Art von Volksvertretern sind in der politischen Landschaft unserer Republik so real wie Einhörner im deutschen Wald. Wie anders konnten die Schutzmaßnahmen gegen den Feinstaub bislang nichts weiteres als rund 60 monströse Verwaltungsgebilde zu gebähren, die unter dem Euphemismus “Umweltzone” dem Feinstaub aus dem Straßenverkehr in einer entsprechenden Zahl von Städten und Gemeinden rote, gelbe und grüne Plaketten zeigen? Obwohl unzählige Untersuchungen belegt hatten, dass zur gesamten Belastung durch Feinstaub, der uns ständig umgibt, der Verkehr nur rund zehn Prozent beiträgt. Das ist natürlich immer noch zu viel, aber da die unsichtbaren Teilchen bei ihren Reisen durch die Lüfte auf die Gemarkungsgrenzen der einzelnen Zonen nachweislich pfeifen, sind zonentechnisch die Feinde der Gesundheit politisch sicher nicht zu bannen.
Nun glimmt ausgerechnet aus Richtung des politischen Bereichs, der uns seit Monaten mit Schuldenkrisen und Staatspleiten das staatsbürgerliche Gemüt beschwert, ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Feinstaub-Irrsinn auf. Die Europäische Union, so hat es der ADAC herausgefunden, sagt nämlich: Wenn schon Umweltzonen, dann auch richtige. Sollte die jeweilige Gemeinde sich nicht in der Lage zeigen, auch für die strikte Einhaltung der Grenzwerte zu sorgen, könnte es zu einem Urteil des europäischen Gerichtshofes kommen, das ein saftiges Bußgeld für jede Überschreitung vorsieht. Von 100 000 Euro pro Tag und Zone ist die Rede.
Damit wäre der Feinstaub-Irrsinn dann zumindest fiskalisch auf die Spitze getrieben. Einmal durch das Verpulvern ungezählter Steuergroschen für die Einrichtung der Zonen und dann durch Strafbescheide, die wieder aus dem Steuersäckel beglichen werden müssen. Politische Vernunft würde diese Gelder in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, in die Forschung umweltfreundlicher Antriebe oder funktionierender Verkehrsleitsysteme in den Städten lenken. Ja, ein schöner Traum. Vorher werden aber noch ungezählte Einhörner durch den deutschen Wald streifen. Dabei wäre doch die einfachste Lösung: Weg mit den Umweltzonen! tl/mid
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am 3. Februar 2012
Sieg in der Kategorie Limousine: Großzügiges Raumangebot, hohe Wertigkeit und effiziente Antriebe.
Mit der Wahl zum “Auto der Vernunft 2012” erhielt der Jetta von Volkswagen gestern Abend in Berlin eine weitere Auszeichnung: Nachdem er bereits im letzten Jahr mit dem Top Safety Pick des amerikanischen Insurance Institute of Highway Safety und dem GOOD DESIGNTM Award des Chicago Athenaeum geehrt wurde, ging jetzt nun auch der Leserpreis der Zeitschriften Guter Rat und Super Illu an den Jetta.
Den Preis nahm Matthias Becker, Leiter Marketing für den Vertrieb Deutschland, von Chefredakteur Werner Zedler entgegen. „Der Jetta ist die erfolgreichste Limousine aller europäischen Marken in Amerika. Mehr noch: Mit 11 Millionen verkauften Exemplaren ist er weltweit ein Bestseller. Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung unserer Arbeit”.
Zum zwölften Mal wurde der Preis der Leser in den drei Kategorien „Kompakt”, „Limousine” und „Kombi/Van” verliehen. In den vergangenen Jahren hatten bereits die Volkswagen Modelle Polo (2010), Golf Variant (2008), Touran (2004) und New Beetle Cabrio (2003) die Auszeichnung „Auto der Vernunft” erhalten. www.volkswagen.de
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am 2. Februar 2012
Bei frostigen Temperaturen müssen Dieselfahrer meist länger warten, bis ihr Auto Wohlfühltemperatur erreicht. Wie der ADAC untersucht hat, dauert es zwischen neun Minuten und einer halben Stunde, bis der Innenraum eines Pkw bei einer Außentemperatur von minus zehn Grad auf 22 Grad Celsius geheizt ist. Ottomotoren werden in der Regel schneller warm.
Am schnellsten erreichte der Mercedes-Benz E 500 Coupé die 22 Grad beim ADAC-Vergleich. In neun Minuten war das Auto mit Ottomotor warm. Demgegenüber benötigt der Seat Ibiza in der Dieselvariante knapp 30 Minuten, bis der Innenraum richtig warm ist. Aber auch Diesel können sich schneller aufwärmen. So wird der Volvo S60 D5 Summum in weniger als zehn Minuten auf den Vordersitzen kuschelig warm. Die Fahrzeuggröße spielt keine entscheidende Rolle, auch kleine Modelle verbreiten Kühlschrank-Feeling: Der Smart Fortwo Coupe 1.0 braucht 20 Minuten, bis er angenehme Temperaturen erreicht.
Auch der Fiat Doblò Kombi 1,6 JTD Multijet, der VW Sharan 2.0 TDI Blue Motion, der Mercedes-Benz Viano 2.2 CDI Trend lang, der Peugeot 807 HDi FAP 165 Premium, der Skoda Fabia Combi 1.6 TDI Elegance, der Mitsubishi i-MiEV, der Toyota Auris 1.8 Hybrid Executive, der Honda Insight 1.3 Hybrid und der Mini Cooper D Countryman sind für kälteempfindliche Fahrer weniger geeignet. Sie brauchen für das Erreichen der Wohlfühltemperatur deutlich mehr als 20 Minuten, manche für das Heizen des gesamten Innenraums sogar 37 Minuten.
Schneller warm im Innenraum wird es im Mercedes-Benz S 400 Hybrid, Mazda 3 2.0 DISI, BMW X5 xDrive30d, Audi TT Coupé 2.0 TFSI, Peugeot RCZ 155 THP, BMW Active-Hybrid X6 und Porsche Boxster S 3.4 PDK. Wenn es draußen frostige zehn Grad hat, brauchen diese Autos weniger als eine Viertelstunde, um den Fahrer wohlige Wärme zu geben.
Warum ein Dieselfahrzeug für das Heizen mehr Zeit braucht, erklärt sich durch das Kraftstoff-Verbrennungsverfahren. Das Diesel-Prinzip nutzt die im Kraftstoff enthaltene Energie besser aus, was sich in den günstigeren Verbrauchswerten zeigt. Wärme als Abfallprodukt fällt hier in geringerem Umfang an. auto-medienportal.net /nic
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am 1. Februar 2012
Die Plakettenpflicht in den Umweltzonen bezeichnete der Politiker als eine “Gängelung der Autofahrer”. Für die Feinstaubbelastung seien viele Faktoren verantwortlich, beispielsweise die Wetterlage. Das Beispiel Hannover zeige, dass die Luft durch einen fließenderen Verkehr entlastet werden könnte.
Widersprüchliche Meldungen zur Wirksamkeit der Umweltzonen verunsichern: Während der Verkehrsclub Deutschland die Berliner Umweltzone als wirkungsvoll anpreist, sollen sie nach Ergebnissen des Umweltbundesamtes für Hannover und Osnabrück nichts bringen.
Der ökologische Verkehrsclub VCD bestärkt den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, der heute in einem Radio-Interview die Bedeutung von Umweltzonen für die Luftreinhaltung unterstrich und damit anderslautenden Äußerungen entgegentrat. Heiko Balsmeyer, VCD-Experte für Luftreinhaltung: Insbesondere die Berliner Umweltzone zeigt, wie wirkungsvoll Umweltzonen sind. Im vergangenen Jahr blieb den Berlinern mehr als die Hälfte des gesundheits- und klimaschädlichen Dieselrußes erspart, der ohne Umweltzone entstanden wäre.
Allerdings könnten Umweltzonen ihre Wirkung erst dann voll entfalten, wenn nur Fahrzeuge mit einer grüner Plakette Zufahrt hätten. Dies sei bisher lediglich in Berlin und sechs weiteren von insgesamt 53 Umweltzonen der Fall. Balsmeyer: Um die Gesundheit der Menschen im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf und vielen weiteren Städten zu schützen, müssen die Zufahrtsbedingungen schnell verschärft werden. Alle Umweltzonen sollten ab 2013 nur noch die Zufahrt von Fahrzeugen mit grüner Plakette erlauben. Diese Maßnahme würde die Luft in vielen deutschen Städten verbessern.
Um die Wirksamkeit von Umweltzonen zusätzlich zu steigern, sei es zudem dringend erforderlich, neben dem Straßenverkehr die Emissionen von Baumaschinen, Schiffen und Diesellokomotiven zu senken. Auch in diesen Bereichen müsse das Ziel sein, in Umweltzonen nur Fahrzeuge und Maschinen mit Rußfilter zuzulassen.
Um die Luft sauberer zu machen, können Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Die Nachrüstung von Autos und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen wird seit dem 1. Januar 2012 wieder vom Bund gefördert. Anträge auf den Zuschuss in Höhe von 330 Euro können ab dem 1. Februar 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de gestellt werden.
Dagegen hat der niedersächsische FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker eine Abschaffung der Umweltzonen in Hannover und Osnabrück gefordert. Neue Ergebnisse des Bundesumweltamtes zeigten eindeutig, dass Umweltzonen “nichts bringen”, so Hocker. Zudem ginge die Feinstaubbelastung durch den Verkehr ohnehin zurück, da ältere Fahrzeuge sukzessive aus dem Verkehr genommen würden. ld/mid
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am 31. Januar 2012
Den ersten Diesel-Hybridantrieb in Serie brachte Peugeot 2011 in Verbindung mit dem Kompakt-Van 3008 auf den Markt. Nun erhält das Antriebskonzept mit dem “Paul-Pietsch-Preis” eine weitere bedeutende Auszeichnung.
Die Franzosen hatten den Diesel-Hybrid in enger Zusammenarbeit mit Bosch entwickelt. Der schwäbische Zulieferer steuerte die elektrischen Komponenten wie Elektromotoren und die elektronische Steuerung bei.
Der “Paul-Pietsch-Preis” geht auf den Rennsportpionier und Mitbegründer von “auto, motor und sport” zurück, der den Preis 1989 für herausragende Innovationen im Automobilbereich ins Leben gerufen hatte. Dank der Ehrung kann sich der französische Diesel-Hybridantrieb mit einer weiteren wichtigen Auszeichnung schmücken. Ende November hatte die internationale Jury, die für den Spinger-Verlag das “Goldene Lenkrad” vergibt, den Peugeot-Hybrid mit dem “Grünen Lenkrad” geschmückt. tl/mid Bildquelle:Peugeot
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am 30. Januar 2012
Bibber-Frost killt Autobatterien: Der Auto Club Europa hat Kfz-Besitzer aufgerufen, sie sollten noch vor der für diese Woche angekündigten strengen Frostperiode altersschwache Autobatterien austauschen.
„Der Bibber-Frost“ mit Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius wird vielen angezählten Aggregaten wohl den Rest geben“, warnte der ACE am Montag in Stuttgart. Techniker des Clubs machten zudem darauf aufmerksam, dass die Lebensdauer einer Autobatterie je nach Beanspruchung unterschiedlich lang sein kann. Einer höheren Beanspruchung sind demnach Autobatterien bei solchen Wagen ausgesetzt, die vorwiegend nur im städtischen Bereich auf Kurzstrecken bewegt werden.
Batterien, die nach dem Aufladen schnell wieder ihre Energie verlieren, gehören in die Kategorie Altersschwach und sollten schnell gegen eine neue ausgetauscht werden. Außerdem rät der ACE, den Gebrauch von Stromfressern nach Möglichkeit einzuschränken. Strapaziert würden die Batterien beispielsweise durch eine häufig wiederholte Aktivierung von Heckscheiben, Sitzheizungen und Gebläsen. Falls es nach einer der bevorstehenden kalten Nächte zu massenhaften Schwächeanfällen von Autobatterien kommen sollte, sind Verzögerungen bei der von Autoclubs angebotenen Starthilfen nicht auszuschließen, betont der ACE. Er rät ersatzweise zur Nachbarschaftshilfe und beschreibt, wie eine Starthilfe auch von Laien praktiziert werden kann.
ACE-Tipps für Starthilfe Erstens muss der Motor des Autos, von dem aus Starthilfe geleistet wird, laufen. Zweitens wird das rote Starthilfekabel an den Pluspol (+) geklemmt. Drittens wird das freie Ende an den Pluspol (+) der leeren Batterie geklemmt. Im vierten Schritt wird das schwarze Kabel an den Minuspol (-) der Batterie des Spenderautos geklemmt. Im fünften Schritt kommt dann das freie Ende an die so genannte Masse, das heißt, an einen anklemmbaren Metallteil im Bereich der Innenkarosserie. Im sechsten Schritt erfolgt der Startversuch – auskuppeln, Handbremse anziehen, Zündschlüssel drehen und bei erfolgreichem Start des Motors gleich das Licht einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden. Zuletzt wird das Starthilfekabel wieder demontiert, und zwar erst das schwarze und dann das rote Kabel lösen, wobei die Demontage der Klemmen zuerst am Spendeauto vorgenommen wird. www.ace-online.de
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am 27. Januar 2012
Kraftstoffpreise im Wochentagsvergleich: Autofahrer, die freitags tanken, müssen viel tiefer in die Tasche greifen als diejenigen, die zu Wochenbeginn an die Zapfsäulen fahren. Dies zeigt die aktuelle ADAC Untersuchung der durchschnittlichen Kraftstofftagespreise des gesamten Jahres 2011. Danach kostete ein Liter Super E10 montags im Schnitt 1,498 Euro und war damit vier Cent günstiger als an den Freitagen.
Noch deutlicher ist der Preisunterschied beim Diesel. Während die Autofahrer an Freitagen des Jahres 2011 für einen Liter des Selbstzünderkraftstoffs im Durchschnitt 1,433 Euro bezahlen mussten, profitierten die Montags-Tanker meist von deutlich niedrigeren Preisen. So kostete Diesel im Schnitt an den Montagen 1,380 Euro – ein Preisvorteil von immerhin 5,3 Cent je Liter.
Mit dieser Entwicklung haben sich die bereits in den Vorjahren beobachteten Preisverlaufsmuster auf dem deutschen Kraftstoffmarkt bestätigt. Schon in den Jahren 2008, 2009 und 2010 war nach Auswertung der Online-Datenbank unter www.adac.de/tanken der Freitag jeweils der teuerste Wochentag. Günstigster Tag war auch in den Vorjahren der Montag, lediglich 2010 tankten die Autofahrer sonntags günstiger. Das Sparpotenzial ist sogar noch größer geworden: Im Jahr 2010 betrug die Differenz zwischen dem teuersten und günstigsten Tag 3,4 Cent (Superbenzin) und 3,7 Cent (Diesel).
Nach Ansicht des Clubs ist nicht auszuschließen, dass die Mineralölkonzerne ihre bisherigen Preissetzungsstrategien künftig ändern. So sind die Ölmultis in letzter Zeit dazu übergegangen, auch an Wochenenden die Preise an den Zapfsäulen anzuheben. Die Empfehlung des ADAC an sparwillige Autofahrer bleibt: Nicht nur auf günstigere Wochentage achten, sondern auch die Preise mehrerer Tankstellen vergleichen. Wer preisbewusst tankt, spart nicht nur bares Geld, sondern stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt. adac.de
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am 26. Januar 2012
Eine flächendeckende, einfach zu nutzende Infrastruktur von Ladeeinrichtungen für Elektroautos wollen die sechs großen deutschen Industrieunternehmen BMW, Bosch, Daimler EnBW, RWE und Siemens gemeinsam im ersten Halbjahr 2012 aufbauen.
Damit sollen die Fahrer von Elektroautos künftig überall schnell und einfach Strom tanken können, ohne darüber nachdenken zu müssen, welcher Anbieter der Betreiber der angefahrenen Ladestation ist. Authentifizierungs- und Abrechnungsmethoden, die bis heute nicht kompatibel miteinander sind, sollen dann auf ein einheitliches System zurückgreifen. Gleichzeitig sollen in das geplante System spezielle Lösungen für jedes Mitglied der Vereinigung integriert werden.
Durch das neue System ist auch eine Erweiterung des Produktangebots und der Dienstleistungen rund um die Elektromobilität gegeben. js/mid
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am 25. Januar 2012
Je mehr die Kraftstoffpreise klettern, umso attraktiver wird der Selbstzünder – zumal die technische Entwicklung nicht stillsteht und moderne Diesel-Pkw immer sparsamer werden. Zahlreiche Autoexperten sagen daher dem Antrieb, der in diesem Jahr im Pkw sein 75-jähriges Jubiläum feiert, noch eine lange Zukunft voraus.
Weniger ist mehr “Auch in 20 Jahren wird im Pkw der Dieselantrieb zu den wichtigsten Antriebsformen zählen”, ist beispielsweise der Bosch-Experte Dr. Markus Heyn überzeugt. Längst wird an den Motoren künftiger Fahrzeug-Generationen entwickelt. Nach dem Motto “Weniger ist mehr” konzipieren die Entwickler Motoren mit weniger Hubraum oder nur noch drei statt vier Zylinder bei gleicher Leistung. “Downsizing” lautet das Prinzip, mit dem künftig geringere Verbrauchswerte erzielt und die Emissionen reduziert werden sollen. Sparsamer und sauberer in die Zukunft Schon im Jahr 2015 werden sich nach Erwartungen des Experten neueste Dieselfahrzeuge in der Kompaktklasse mit einem Verbrauch von lediglich 3,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer begnügen – rund ein Drittel weniger als bei einem vergleichbaren heutigen Modell. Mit dem geringeren Verbrauch sinken zugleich die Emissionen. Gerade der Diesel bringt für die Entwicklung gute Voraussetzungen mit: Starker Durchzug auch bei niedrigen Drehzahlen, eine gute Laufruhe selbst bei kleinvolumigen Motoren dank Common-Rail Technik von Bosch, dies sind nur einige der wesentlichen Vorteile. “Dieselmotoren der Zukunft werden nur noch drei Zylinder und 1,2 Liter Hubraum haben. Dennoch werden sie mit einer Leistung von circa 100 Kilowatt dynamische und kultivierte Fahreigenschaften bieten – damit hat der Diesel noch eine lange Zukunft”, sagt Dr. Heyn. Auch die Kombination von Selbstzünder und Hybrid-Antrieb gibt es bis Ende diesen Jahres auf dem Markt. djd/pt Bosch
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am 23. Januar 2012
Eine Nutzung von Sonnenstroms für den Energiebedarf eines Automobils rückt immer näher. Elektrik-Multis wie General Electric (GE) arbeiten an der Forschung und Entwicklung von Mini-Solarzellen oder Nano-Solarzellen auf Basis von Farbstoffen. Diese Zellen, auf der Fahrzeugkarosserie aufgetragen, sollen die Umwandlung der Sonnenlicht in Bordstrom bewerkstelligen.
Laut dem US-Konzern GE werden Solarzellen nicht nur immer leistungsfähiger, sondern auch kleiner und leichter. Dies seien zwei Entwicklungstrends, die den Zelleneinsatz auf der Fahrzeugkarosserie beschleunigten. Heutige Zellen könnten schon rund 30 Prozent des einfallenden Sonnenlichts in Strom umwandeln. Die kleinsten Solarzellen der Welt sind dabei nur noch unter dem Mikroskop erkennbar.
Moderne, kleinste Silizium-Lösungen erzielen auf Haube, Dach und Heckklappe eines Fahrzeugs den größten Wirkungsgrad, was allerdings durch den bislang einzigen technisch möglichen FArbton auffallen würde auffallen würde. Bisher ist es nicht möglich, diese Art von Fotozellen mit einer gewünschten Farbe zu versehen, ein grauer Farbton wäre in Kauf zu nehmen. Allerdings gehen die Entwickler davon aus, dass bis zur Serienreife in fünf Jahren auch in farblicher Richtung einiges getan haben könnte, so GE.
Gute Chancen für den automobilen Anwendungsbereich sehen Experten ebenso für die Farbstoffsolarzelle, auch Grätzel-Zelle genannt. Sie eigne sich zusätzlich für Karosserieseitenflächen, die nicht immer einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Diese Grätzel-Zellen sind in der Lage jede Form von Licht in Strom umgewandelt.
Die Zellen arbeiten nach dem Prinzip der pflanzlichen Photosynthese. Sie enthalten einen Farbstoff, der mit nanokristallinen Partikeln aus Titandioxid (weiß) verbunden ist. Die Komponenten reagieren bei Lichteinfall und setzten den Energie-Umwandlungsprozess in Gang. In der Herstellung sind diese Zellen halb so teuer wie konventionelle Silizium-Pendants. Und da die Grätzel-Zelle auch diffuses Licht in Energie umzuwandeln kann, erreicht sie eine um den Faktor zwei höhere Effizienz.
Der bisher festgestellte Wirkungsgrad der mikroskopischen Zellen liegt bei zirka elf Prozent. Die Forscher sind sich sicher, dass dies nicht das Ende der Möglichkeiten ist. Einen Energieumwandlungsgrad von knapp über 30 Prozent halten sie für erzielbar. Unabhängig vom Wirkungspotential, mit der Serienreife und der Verwendung am Automobil der Photovoltaik-Elemente für die Fahrzeugoberflächen ist nicht vor 2020 zu rechnen. gz/mid
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