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Neue Umweltzonen ab 15.02.2009

Erstellt von ub am 16. Februar 2009

Einrichtung von Umweltzonen in Düsseldorf und Wuppertal

Miller: Konjunktur-Gelder auch zur Feinstaubbekämpfung in Innenstädten einsetzen. Der NABU begrüßt, dass rund 13 Monate nach Einführung der ersten Umweltzonen in Deutschland nun mit Düsseldorf und Wuppertal zwei der größten Städte Nordrhein-Westfalens Maßnahmen gegen die umweltschädliche Feinstaubbelastung ergreifen. Ab Sonntag, den 15.02.2009, dürfen Autos mit sehr hohem CO2-Ausstoß dann nicht mehr in den Innenstadtbereich einfahren.NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Umweltzonen und die Kennzeichnung der Fahrzeuge mit Umweltplaketten haben sich als zuverlässiges Instrument erwiesen, um insbesondere Dieselautos und Nutzfahrzeuge mit schlechten Abgaseigenschaften aus den Städten zu verbannen.” Allein die Ankündigung der Umweltzone habe beispielsweise in Wuppertal dazu geführt, dass sich rund 44 Prozent der Halter, denen ein Fahrverbot drohte, von ihren alten Dieselstinkern getrennt haben.Nur noch in diesem Jahr wird die Nachrüstung eines Diesel-Partikelfilters bei Pkw gefördert. Aus Sicht des NABU darf sich die Nachrüstung aber nicht allein auf Pkw beschränken. Auch für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen müsse, so wie bereits seit 2006 in der Schweiz, eine Partikelfilterpflicht kommen. Begleitend dazu seien Anreize zur Nachrüstung bei leichten und schweren Lkw aufzulegen, da sie für die Hälfte aller verkehrsbedingten Feinstaub-Emissionen verantwortlich seien. Um die Feinstaubwerte dauerhaft einhalten zu können, bedürfe es einer Ausweitung der Umweltzonen, sowohl zahlenmäßig als auch in der Fläche. So sollte beispielsweise das gesamte Ruhrgebiet zu einer Umweltzone erklärt werden.Darüber hinaus sei es nötig, die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel zu verbessern, um Bürgern den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu erleichtern. Inakzeptabel sei, dass derartige Investitionen vom Konjunkturpaket II ausgeschlossen seien. „An kaum einer Stelle zeigt sich die Unausgewogenheit des zweiten Konjunkturpaketes so deutlich, wie bei der Nichtberücksichtigung des ÖPNV. Die Potenziale eines modernen öffentlichen Fuhrparks für Arbeitsplätze und Umwelt werden ignoriert.
Jeder Euro, der in moderne Busse und Straßenbahnen investiert wird, sichert Jobs, mindert Lärm- und Klimabelastung und hilft den Städten bei der Einhaltung der Feinstaub-Grenzwerte”, so der NABU-Bundesgeschäftsführer.  www.NABU.de

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Feinstaubbelastung – schadstoffarme Autos – Kfz Steuerbefreiung

Erstellt von ub am 2. Februar 2009

Feinstaubbelastung – schadstoffarme Autos – Kfz Steuerbefreiung 

“Bereits heute werden Kraftfahrzeuge angeboten, welche die ab 2014 geltende Euronorm 6 erfüllen. Dies sind Autos, für die das Konjunkturpaket besondere Entlastungen vorsieht”, sagte Conrad. Wer ein besonders schadstoffarmes Fahrzeug kaufe, profitiere befristet von der Befreiung von der Autosteuer.

Die Belastung durch Feinstaub sinkt. Wie schon 2007 so wurden auch 2008 an allen 25 rheinland-pfälzischen Feinstaub-Messstationen keine Überschreitungen der strengen Grenzwerte festgestellt. “Hier zeichnen sich deutlich die Rückgänge bei den Emissionen vor allem des Straßenverkehrs ab”, stellt Umweltministerin Margit Conrad fest. Einen Anteil hätten daneben die günstige Witterungsbedingungen in den vergangenen beiden Jahren.

 Die Auswertung der Messreihen des rheinland-pfälzischen Zentralen Immissions-Messnetzes “ZIMEN” zur Luftqualitätssituation zeigt 2008 die weitere Entspannung an – auch wenn zum Jahresanfang 2009 eine ausgeprägte Inversionswetterlage kurzzeitig die Schadstoffwerte ansteigen ließ. Die Europäische Luftqualitätsrichtlinie begrenzt die Feinstaubkonzentrati-on auf 50 µg/m³ (Millionstel Gramm pro Kubikmeter) im Tagesmittel. Dieser Wert darf an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Der Grenzwert für den Jahresmittelwert liegt bei 40 µg/m³.

Die höchste Belastung wurde im vergangenen Jahr an der stark verkehrsbelasteten Mess-Station in der Mainzer Parcusstraße ermittelt: An 23 Tagen gab es Überschreitungen des Tagesmittelwertes; zulässig sind 35 Tage.

Conrad: “Der Jahresmittelwert wurde bislang an allen Stationen sicher eingehalten. Aus diesem Grund mussten in den aktuellen Luftreinhalteplänen der Städte auch keine Umweltzonen festgelegt werden.” Luftreinhaltepläne gibt es in den Städten Mainz, Ludwigshafen und Koblenz. Die Pläne wurden von den betroffenen Städten nach Überschreitungen zwischen 2003 und 2006 von Grenzwerten für Feinstaub und Stickstoffdioxid erstellt.

Generell zeigt sich der rückläufige und damit positive Trend beim Feinstaub im gesamten Bundesgebiet. Lediglich an 19 von insgesamt 421 Messstationen bundesweit wurden mehr als 35 Überschreitungen festgestellt.

Ein ähnlicher Rückgang ist auch bei den Immissionskonzentrationen von Stickstoffdioxid festzustellen. Allerdings besteht hier noch Handlungsbedarf – vor allem an innerstädtischen Verkehrsbrennpunkten. Mit einer Verbesserung ist dann zu rechnen, wenn die Euronorm 6 bei Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen greift. Auch für die Feinstaubbelastung werden hierdurch weitere positive Effekte erwartet.

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Umfrage: CO2 Emissionen

Erstellt von ub am 5. Januar 2009

DIALOG-Umfrage: Die meisten kennen die CO2-Emissionen ihres Autos nicht

Das Umweltbewusstsein von Deutschlands Autofahrern ist noch nicht sehr ausgeprägt: Nur 13 Prozent wissen, mit wie viel Kohlendioxid – CO2 ihr Auto die Luft belastet. Und dies, obwohl die Automobilhersteller die CO2 Emissionen von Neufahrzeugen schon seit einigen Jahren in ihren Verkaufsunterlagen angeben müssen. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage der Kölner Direktmarketinggesellschaft Jäger + Schmitter DIALOG.

Kaum bekannt ist der Befragung zu Folge auch die Bedeutung der grünen Plakette an der Autofrontscheibe, ohne die viele Innenstädte gar nicht mehr befahren werden dürfen. Der größte Teil der 1.000 Befragten war der Überzeugung, sie attestiere, dass Autos grundsätzlich besonders umweltverträglich sind. Nur die wenigsten wussten, dass die grüne Plakette ausschließlich die Feinstaub- und zum Beispiel nicht die CO2 Emissionen berücksichtigt.

Nur zehn Prozent der Befragten waren bereit, für ein besonders umweltschonendes neues Auto auch mehr Geld zu bezahlen. Ein Trost für den Handel: Immerhin 18 Prozent tragen sich mit der ernsten Absicht, im neuen Jahr ein neues Auto zu kaufen. auto-medienportal.net

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Umweltzone – Dieselstinker mit roter Plakette

Erstellt von ub am 3. Januar 2009

Feinstaub-Kontrollteams - Fahrverbote in  den nun 32 ausgewiesenen Umweltzonen

“Feinstaub-Kontrollteams” der Deutschen Umwelthilfe erleben hohe Zustimmungsquote von bis zu 93,7 Prozent korrekt gekennzeichneten Fahrzeugen bei der Überwachung der acht neu hinzugekommenen Umweltzonen – Augsburg Schlusslicht mit nur 67,4 Prozent Plaketten, sauberste Pkw Flotte in Ludwigsburg mit 90,2 Prozent grünen Plaketten – In Hannover gilt seit dem 1. Januar Fahrverbot für Dieselstinker mit roter Plakette – Zulassungsstatistik belegt Wirkung der Umweltzonen auf Nachrüstung der Dieselstinker – DUH-Bundesgeschäftsführer Resch fordert von Politik und Industrie in 2009 “Neustart der Partikelfilter-Nachrüstung”, um die Fahrzeugflotte auf die “Scharfstellung der Umweltzonen in 2010″ rechtzeitig vorzubereiten.

Umweltsheriffs

Ein Jahr nach dem Start der ersten Umweltzonen in Deutschland setzen 32 Kommunen und Ballungszentren auf das Instrument “Umweltzone”. Zum Jahresbeginn 2009 kamen allein acht Städte mit Einfahrbeschränkungen für “Dieselstinker” hinzu. “Feinstaub-Kontrollteams” der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) haben in allen Umweltzonen die Einhaltung durch die Autohalter kontrolliert und diese vor Ort über Möglichkeiten der Nachrüstung informiert. Die meisten Autohalter haben sich dabei positiv zur Umweltzone geäußert, die insbesondere von den unter hohen Feinstaubbelastungen leidenden Anwohnern mit großen Hoffnungen gefordert wurden. Bei den Feinstaub-Kontrollen am Morgen des 2. Januar 2009 zeigte sich, dass 67,4 bis 93,7 Prozent der Autohalter bereits ein korrekt plakettiertes Fahrzeug aufweisen. Während Hannover zum 1. Januar seine Umweltzone für Fahrzeuge mit roter Plakette sperrte, können vorerst noch in den übrigen Umweltzonen Pkw und Nutzfahrzeuge mit einer roten, gelben oder grünen Feinstaubplakette einfahren. Dies gilt auch für die acht neu hinzugekommenen Städte Augsburg, Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim und Ulm.

Die heutigen Zählungen der DUH brachten eine Spannbreite von knapp 70 Prozent bis über 93 Prozent an Ausstattung mit Plaketten zutage. Während Augsburg noch Nachholbedarf offenbart – auch die Ausstattung mit grünen Plaketten bleibt mit nur 55,4 Prozent hinter den anderen Städten zurück. Beste Ergebnisse der heutigen Zählung weist Herrenberg auf. Die räumliche Nähe zu Stuttgart, in dem die Umweltzone seit 1. März 2008 besteht, mag zu einer Gesamtausstattung von 93,7 Prozent beitragen, mit grünen Plaketten sind hier knapp 76 Prozent der gekennzeichneten Fahrzeuge ausgestattet.

Das ist das Ergebnis erster Zählungen, die “Feinstaub-Kontrollteams” der Deutschen Umwelthilfe (DUH) am heutigen (Freitag-)Vormittag durchgeführt haben und deren Ergebnisse die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation in Berlin präsentierte.

Diese Zahlen seien nur als erste Tendenz zu verstehen, betonte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Nach einer Serie von Zählstaffeln in allen 24 Umweltzonen seit Anfang 2008 seien jedoch einige allgemeine Aussagen möglich. “Die Umweltzonen werden von den Autohaltern sehr breit akzeptiert. Die Regelungen werden dann von Anfang an gut eingehalten, wenn die Kommunen die Wichtigkeit des neuen Instruments zur Luftreinhaltung offensiv vertreten und eine konsequente Überwachung sicherstellen. Besonders positiv hat sich dabei der Senat von Berlin hervorgetan. Umgekehrt reicht es nicht aus, Schilder aufzustellen und wie in Köln oder München auf die Kontrolle der Einhaltung weitgehend zu verzichten”, sagte Resch.

Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Umwelthilfe in allen Umweltzonen wiederholt Kontrollen durchgeführt und ein Ranking erstellt. Die baden-württembergische Stadt Pleidelsheim liegt ganz vorne, hier haben 99,8 Prozent der Fahrzeuge eine Feinstaubplakette -davon sind allerdings nur 51,5 Prozent grün, damit bildet die Stadt in dieser Kategorie das Schlusslicht. Spitzenreiter mit grünen Plaketten ist Ludwigsburg, das mit einer Gesamtausstattung von 98,1 Prozent den dritten Platz belegt. Den letzten Platz in der Gesamtausstattung belegt Gelsenkirchen, hier wurden im Dezember 2008 immer noch mehr als 11 Prozent der Fahrzeuge ohne Plakette angetroffen.

Der DUH-Bundesgeschäftsführer berichtete über Erfahrungen in den vor einem Jahr eingerichteten Umweltzonen. Danach habe sich gezeigt, dass dort deutlich mehr Dieselstinker mit Partikelfiltern nachgerüstet bzw. saubere Autos zugelassen werden, wo Einfahrverbote drohen. Für 2009 rechnet die DUH mit einem deutlichen Boom bei der Filternachrüstung: “Die Umweltzonen werden ab 2010 scharf gestellt, das heißt, freie Fahrt haben nunmehr Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette. Schon in 2009 werden die Preise für Gebrauchtfahrzeuge ohne grüner Plakette um bis zu mehrere tausend Euro einbrechen”, so Resch. Das sei exakt die Lenkungswirkung, die man sich von den Umweltzonen in ihrer “momentan noch sanften Ausprägung” erhofft habe. Die DUH wies in diesem Zusammenhang Kritiker scharf zurück, die Umweltzonen als nicht wirksam bezeichneten. Dies sei ein “interessengeleitetes Scheinargument, weil der große Einfluss wechselnder Wetterlagen einen solchen Vergleich mit Sicherheit erst nach einigen Jahren zulässt und weil die Zahl der bisher aus den Umweltzonen verbannten Fahrzeuge noch viel zu gering ist, um einen messbaren Effekt zu ergeben.” Dies werde sich allerdings schnell ändern, wenn in einem Jahr – wie in Berlin und Hannover die Umweltzonen “scharf gestellt” werden.

Damit Umweltzonen flächendeckend zu “Garanten für mehr Lebensqualität in unseren Städten werden, brauchen wir einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Ländern und Gemeinden, von Autohaltern, Gebrauchtwagenhändlern und Werkstätten”, forderte Resch. Um die Fahrzeugflotte fit zu machen für die zweite Stufe der Umweltzonen, sei insbesondere ein Neustart bei der Partikelfilternachrüstung nötig, so dass die Entgiftung sowohl über saubere Neuwagen als auch über den nachgerüsteten Fahrzeugbestand vorankomme.  Die Scharfstellung der Umweltzonen ab 2010 werde faktisch dazu führen, dass praktisch alle Diesel-Pkw mit gelber Plakette in diesem Jahr mit einem Dieselpartikelfilter nachgerüstet und damit ‘entgiftet’ werden. Nur noch in 2009 gelte zudem die steuerliche Förderung in Höhe von 330 EUR.

Nachdem die Behörden zwischenzeitlich Nachrüstfilter genau überprüften und Betrugsfilter vom Markt verbannt sind, besteht jetzt auch die hierfür notwendige Sicherheit. Die Politik müsse diesen Neustart der Filternachrüstung auf allen Ebenen aktiv unterstützen, Autohandel und Werkstätten müssten offensiv für die Umrüstung werben, sagte Resch.

Die Koordinatorin für die Feinstaub-Kontrollteams der DUH, Barbara Göppel, verwies darauf, dass die Autohalter, die von den Teams mit Informationen zu den Umweltzonen versorgt wurden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit viel Verständnis auf die Umweltzonen und die Aktivitäten der DUH-Teams reagierten. “Wie schon im vergangenen Jahr erleben unsere Teams vor Ort sehr viel Bereitschaft, zu einer insgesamt weniger gesundheitsschädlichen Mobilität in den Städten beizutragen.” Im Gegensatz zu manchen Skeptikern hätte auch die Mehrzahl der Autofahrer begriffen, dass Umweltzonen notwendig seien, um das schwerwiegendste Luftreinhalteproblem in Deutschland einzudämmen. “Die wahren Betroffenen des Feinstauproblems sind nicht die Autohalter, die sich mit Beschränkungen ihres Verschmutzungsprivilegs auseinandersetzen müssen, sondern die Menschen, die in Zonen überhöhter Feinstaubbelastung leben müssen”, erklärte Frau Göppel.

www.duh.de

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