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GTÜ: Mehr Pkw mit schweren Mängeln unterwegs

Erstellt von ub am 13. April 2010

Die Zahl der Pkw mit schwerwiegenden Mängeln  auf Deutschlands Straßen hat weiter zugenommen. Trotz Abwrackprämie ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr auf 17,6 Prozent gestiegen.

Bezogen auf die insgesamt 42 Millionen zugelassenen Pkw bedeutet dies, dass rund

8 Millionen Fahrzeuge mit „erheblichen Mängeln“ unterwegs sind. Dies ist das besorgniserregende

Ergebnis des am Freitag auf der AMI in Leipzig vorgestellten GTÜ-Mängelreports für das Jahr 2009.

„Das Plus an Neufahrzeugen durch die staatliche Prämie hat bislang keine

signifikanten Auswirkungen auf die Mängelstatistik und wird sich erst in

den Folgejahren bemerkbar machen“, so Rainer de Biasi, Geschäftsführer

der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. „Insgesamt sind aber

dank der Abwrackprämie rund 4 Millionen Fahrzeugmängel in der Schrottpresse

gelandet. Zudem hat sich der Sicherheitsstandard auf unseren

Straßen durch die rund zweiMillionen Neufahrzeuge deutlich erhöht.“

Keine Entwarnung bei Mängelzahlen trotz Abwrackprämie

Bei den von der GTÜ im Jahr 2009 im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU)

geprüften Pkw waren insgesamt 51,8 Prozent mit Mängeln unterwegs.

Dies entspricht einem leichten Rückgang von rund zwei Prozentpunkten im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Angesichts der weiteren Zunahme der

gravierenden Fahrzeugmängel auf 17,6 Prozent geben die GTÜ-Prüfingenieure

jedoch keine Entwarnung. „Die Jahr für Jahr steigende Zahl der Pkw

mit erheblichen Mängeln bis hin zur Verkehrsunsicherheit ist besorgniserregend.

Diese Fahrzeuge erhöhen das Unfallrisiko erheblich“, gibt Rainer

de Biasi zu bedenken. „So ist beispielsweise jedes sechste Fahrzeug auf

unseren Straßen mit defekten Bremsen unterwegs.“

Rückkehr in die Werkstatt

Erfreulich ist die Zunahme der Pkw, die ohne jegliche Beanstandung die

Hauptuntersuchung absolvieren. Die Zahl der mängelfreien Fahrzeuge

stieg 2009 um zwei Prozentpunkte auf 48,2 Prozent (Vj. 46,3). Ein Indiz

dafür, dass die Fahrzeughalter mit ihren Pkw zu Service und Reparatur

wieder vermehrt in die Werkstatt fahren. „Einigen Autofahrern ist offenbar

bewusst geworden, dass sich die Geiz-ist-geil-Mentalität in Sachen Sicherheit

nicht auszahlt“, so der GTÜ-Geschäftsführer. Verschlechtert haben sich

dagegen die nicht werkstattgeprüften Fahrzeuge. Bei ihnen nahm die

Anzahl der Mängel pro Auto weiter zu.

Sorgenkinder Elektrik und Bremsen

Klarer Spitzenreiter in der aktuellen GTÜ-Statistik ist über alle Altersklassen

hinweg mit 23,6 Prozent (Vj. 23,5) die Mängelgruppe „Beleuchtung und

Elektrik“. Auf Platz zwei folgen die Mängel an der „Bremsanlage“ mit

18,1 Prozent (Vj. 17,7).

Den dritten Platz belegen „Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen“ mit

17,1 Prozent (Vj. 17,5).

Auf Platz vier liegen “Umweltbelastungen“ wie Motorabgase, Ölverluste,

Lärmentwicklung etc. mit 16,6 Prozent (Vj. 16,7) und auf Platz fünf landen

mit 13,1 Prozent (Vj. 13,6) „Sonstige Mängel“ (Scheibenwischer, Windschutzscheibe,

Scheibenwaschanlage, Außenspiegel etc.). Schlusslicht auf

der Liste sind Mängel an „Fahrgestell/Rahmen/Aufbau“ mit 11,5 Prozent

(Vj. 11,1).

Viele Mängel mit hohem Alter

Das durchschnittliche Alter der Pkw auf unseren Straßen ist leicht rückläufig

und liegt aktuell bei 8,1 Jahren. Im Zuge der Abwrackprämie wurden

rund zwei Millionen Fahrzeuge mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren

verschrottet.

Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der erheblichen Mängel bei

Personenwagen steil an. Wie schon in den vergangenen Jahren sind ältere

Fahrzeuge über neun Jahre – das sind 17 Millionen Pkw – besonders auffällig.

71,4 Prozent (Vj. 72,4) dieser Pkw waren 2009 mit Mängeln behaftet,

rund 25,8 Prozent (Vj. 25,1) Prozent mit erheblichen Mängeln oder sogar

verkehrsunsicher – ein gutes Viertel aller Pkw dieser Altersklasse!

Besonders deutlich wird die Diskrepanz zwischen alten und neuen Fahrzeugen

im GTÜ-Mängelvergleich. Während die Prüfer der GTÜ bei Autos

mit einem Alter bis drei Jahre an 100 Pkw knapp 20 Mängel fanden, spürten

sie in der Altersgruppe über neun Jahre an die 230 Mängel pro 100 Fahrzeuge

auf – fast das Zwölffache! Bei diesen Fahrzeugen waren über 71 Prozent

mit Mängeln unterwegs, knapp 26 Prozent davon sogar mit gravierenden

technischen Problemen.

GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH

Hans-Jürgen Götz, Fon: 0711 97676-620, E-Mail: hans-juergen.goetz@gtue.de

 www.gtue.de

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Mercedes-Benz erhält Förderung für Entwicklung von Elektrotransporter

Erstellt von ub am 19. November 2009

Das Bundesumweltministerium fördert die Entwicklung und den Testeinsatz von Elektrotransportern der Marke Mercedes-Benz.

Mercedes-Benz erhält vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Förderung von bis zu neun Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zur Erprobung und den Testeinsatz von Transportern mit Elektroantrieb. Die Mittel stammen aus dem so genannten Konjunkturprogramm 2.

Im Rahmen des Projektes werden bis zu 50 Transporter von Mercedes-Benz gebaut und bereits im nächsten Jahr an Kunden übergeben. Die Fahrzeuge gehen in erster Linie Flottenbetreiber und öffentliche Institutionen, die ihre in umweltsensiblen Zonen fahren. Dabei stehen Einsätze mit einem Kurzstreckenprofil und vielen Stopps im Innenstadtbereich im Vordergrund.

Die Erkenntnisse der Erprobung fließt direkt in die Weiterentwicklung der Fahrzeuge ein. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anpassung des Antriebs, das Energiemanagement und die Nutzung der Energie bei Bremsvorgängen (Rekuperation). Ziel ist es die Fahrzeuge zukünftig zu einem für alle Beteiligten vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand anbieten zu können. auto-medienreporter.net  ampnet/jri

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02.09.2009 – Das Ende der Abwrackprämie

Erstellt von ub am 3. September 2009

MEIERHOFER: Abwrackprämie: Fünf Milliarden auf den heißen SteinZum Auslaufen der Abwrackprämie am gestrigen Tag erklärt der entsorgungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Horst MEIERHOFER:

Die fünf Milliarden-schwere Abwrackprämie wird sich schnell als teurer Tropfen auf den heißen Stein herausstellen. Nach dem heutigen Auslaufen werden die Neuwagen-Käufe allein im nächsten Jahr um eine Millionen Pkws einbrechen. Damit hat die Bundesregierung die Krise in der Automobilwirtschaft lediglich elegant auf die Zeit nach der Wahl verschoben. In der Zwischenzeit ist der Gebrauchtwagenmarkt eingebrochen und zahlreiche Werkstätten haben Konkurs anmelden müssen. Das alles nur, weil die schwarz-rote Koalition einen Wirtschaftszweig auf Kosten anderer, kleinerer Branchen bevormundet. Die Abwrackprämie ist auch umweltpolitisch ein Rohrkrepierer und es verbietet sich eigentlich, auch nur von Umweltprämie zu sprechen: Der CO2-Ausstoß ist durch sie nicht um ein Gramm gesenkt worden. pressrelations.de www.liberale.de

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Abwrackprämie – Mehr als ein Strohfeuer

Erstellt von ub am 22. August 2009

Spätestens nach dem Auslaufen der Abwrackprämie beginnt in der Autobranche das große Zittern.

Niemand kann derzeit seriös voraussagen, was passiert, wenn der staatliche Kaufanreiz endet. Auch eine Gesamtbilanz des Stützungsmodells, das es immerhin zum Export geschafft hat, lässt sich erst viel später erstellen. Die Abwrackprämie brachte gleich mehrere nachteilige Folgen mit sich. So ist es kein Zufall, dass die offizielle Bezeichnung Umweltprämie sich nicht durchsetzen konnte. Denn dem Klima dient dieses Modell nur sehr bedingt. Weitere Nachteile: Der Staat musste sich noch mehr verschulden. Und Gebrauchtwarenhändler blieben auf Altautos sitzen.

War die Abwrackprämie also nur Geldverschwendung und ein Strohfeuer? Keineswegs. Dass sie von den Schnäppchenjägern angenommen wurde, beweisen die Zahlen. Wichtiger noch: Von den Neukäufen haben nicht nur im Ausland Autohersteller profitiert, und das in einer extrem schwierigen Zeit. Auch deutschen Produzenten wie VW, Opel und Ford kam die Förderung zugute.

Als vorübergehende Maßnahme zur Stützung der Konjunktur war die Abwrackprämie sinnvoll, aber nur wegen der Ausnahmesituation. Die Alternative wären Massenentlassungen gewesen. Doch eine Dauersubvention darf sie nicht werden. Das wäre fatal. Daher muss bald Schluss sein. pressrelations.de Neue Osnabrücker Zeitung

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Diskussion über eine Verlängerung der Abwrackprämie

Erstellt von ub am 8. Juli 2009

FLACH: Im Drogenrausch der Subventionen

Zur Diskussion über eine Verlängerung der Abwrackprämie erklärte die Obfrau der FDP-Fraktion im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Ulrike FLACH:

Angesichts einer katastrophalen Haushaltslage ist eine Verlängerung der Prämie nicht zu verantworten. Die Diskussion zeigt aber, welche dramatischen Fehlentwicklungen solche staatlichen Programme nehmen. Die Gewöhnung an die Droge Subvention führt zu Geschrei bei ihrer Absetzung.

Gleiches gilt auch für die anderen Programme aus dem Konjunkturpaket II. Beispielsweise die massive Aufstockung des Zentralen Innovations-programms Mittelstand (ZIM). Bis 2011 sind dafür über 900 Millionen Euro vorgesehen. Ebenso die voluminösen Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau und des Umweltministeriums zur energetischen Gebäudesanierung. Von den hohen Fördersummen wieder herunter zu kommen wird erhebliche Widerstände der Nutznießer erzeugen. Die so genannte große Koalition schafft eine gefährliche Kultur der Besitzstandswahrung.

Zudem laufen die Maßnahmen der Konjunkturpakete mit Ausnahme der Abwrackprämie viel zu spät an. Zum 1. Juli waren für Investitionen an Bundesautobahnen gerade mal 9,8 Millionen Euro abgeflossen, für Bundesstraßen 5,4 Millionen Euro und für die innovativen Mobilitätskonzepte nicht ein Cent. Erinnern wir uns daran, dass das Ziel eine schnelle Überbrückungshilfe für die Wirtschaft sein sollte. Der Staat ist einfach zu langsam für schnelle Reaktionen auf Krisen. Wahrscheinlich ist, dass die meisten Maßnahmen in eine wieder anziehende Konjunktur hineinfördern. Das würde nicht nur den Markt verzerren, sondern auch Ausgabenanstieg in Zeiten bedeuten, in denen der Hebel schon wieder auf Einsparungen umgelegt werden müsste. Subventionen sind ein süßes Gift, der Entzug ist umso bitterer. pressrelations.de  www.liberale.de

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Konjunkturpaket III

Erstellt von ub am 20. April 2009

Wirtschaftliche Stabilisierung Ende 2009 in Sicht

Das DIW Berlin hat sich deutlich gegen ein Konjunkturpaket III zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. “Angesichts der ohnehin drastisch steigenden Staatsschulden wären weitere Konjunkturmaßnahmen – seien es weitere Ausgaben, oder seien es Steuersenkungen – nicht zu verantworten.”

Das DIW Berlin rechnet zum Jahresende mit einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung. Für 2010 sieht das Institut ein realistisches Szenario in einer leichten Belebung: “Am ehesten ist von einer sehr schwachen und langsamen Erholung auszugehen,” sagte DIW-Chef Zimmermann.

Zum sich abzeichnenden Ende der wirtschaftlichen Talfahrt tragen nach Ansicht des DIW Berlin die weltweiten Konjunkturprogramme bei. “Vor allem sprechen aber die niedrigen Rohstoffpreise und die dadurch sinkende Inflation für eine graduelle Erholung der Weltwirtschaft”, sagte Zimmermann.

Angesichts des scharfen Konjunktureinbruchs ab dem letzten Quartal 2008 werde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 voraussichtlich um rund fünf Prozent geringer ausfallen als im Jahr zuvor. Vor dem Hintergrund der weiterhin großen konjunkturellen Unsicherheiten verzichtete das DIW Berlin für 2010 auf die Angabe einer konkreten Wachstumsrate, denn der konjunkturelle Wendpunkt ist schwer auszumachen.

Erholung kommt – aber nur mit Reformen auf den Finanzmärkten

Voraussetzung für eine konjunkturelle Stabilisierung sei eine Rückkehr des Vertrauens in die Finanzmärkte. “Das Vertrauen wird aber nur dann zurückkehren, wenn es zu einer wirksamen Neuorientierung im Finanzsektor kommt. Dazu gehören auch andere wirtschaftliche Anreizsysteme,” so der DIW-Präsident.

Das Beharren der Bundesregierung auf strukturellen Reformen beim G20-Gipfel sei richtig gewesen. “Bei allem Lob für ihr Auftreten beim Londoner Gipfel sollte die Bundesregierung aber nicht vergessen, dass auch in Deutschland tiefgreifende Reformen im Finanzsektor anstehen.” Das gelte für die Zukunft der Landesbanken ebenso wie für die vom DIW Berlin geforderte baldige Schaffung einer Bad Bank.

Kurzarbeit kaschiert eklatante Unterbeschäftigung

Die Zahl der Arbeitslosen könnte im Jahresverlauf um mehr als 700.000 auf 3,7 Millionen ansteigen. Eine eklatante Unterbeschäftigung werde derzeit durch einen Rückgang der Arbeitsproduktivität und die massive Ausweitung von Kurzarbeit kaschiert: “Es besteht das Risiko, dass aus Kurzarbeit echte Arbeitslosigkeit wird, wenn die Unternehmen im Sommer keine Besserung der Lage erwarten”, so Zimmermann.

Die Anstrengungen von Wirtschaft und Bundesregierung, die Beschäftigung trotz Wirtschafts-Krise zu halten, seien aber positiv zu bewerten: “Die Ausweitung der Kurzarbeit hat bisher rein rechnerisch 800.000 Entlassungen vermieden,” sagte DIW-Chef Zimmermann. “Das schont im Vergleich zu Arbeitslosigkeit die Staatskassen, stützt die Einkommen und hilft, dass die Beschäftigten fit für den Job bleiben.”

Zimmermann warnte vor einer Debatte über ein weiteres Konjunkturpaket. “Das Beispiel Kurzarbeit zeigt: Wir sollten mehr auf die AUTOmatischen Konjunkturstabilisatoren vertrauen” so Zimmermann.

“Nicht die Konjunkturpakete, sondern die Defizite vergleichen”

In Folge der Konjunkturlage und der von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Konjunkturprogramme werden sich die öffentlichen Haushalte in einer in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellosen Weise verschulden. Das Gesamtdefizit der öffentlichen Haushalte werde – bei großer Unsicherheit – im nächsten Jahr auf weit über 100 Milliarden steigen, nach knapp 80 Milliarden in diesem Jahr und einem nahezu ausgeglichenen Haushalt 2008.

Mit Blick auf das zu erwartende Etatdefizit sagte Zimmermann: “Wer Deutschland dafür kritisiert, dass wir nicht genug Geld für Konjunkturprogramme ausgeben, vergisst, dass es Lohnersatzleistungen und andere Sozialtransfers in diesem Umfang weder in den USA noch in China gibt.” Diese Instrumente – die AUTOmatischen Stabilisatoren – wirkten dem Abschwung entgegen. Deshalb solle man nicht die Größe der Konjunkturpakete, sondern das Defizit der öffentlichen Haushalte miteinander vergleichen.

Verstecktes Konjunkturpaket III: die Abwrackprämie

Scharfe Kritik übte Zimmermann an der von der Koalition vereinbarten Aufstockung der Abwrackprämie: “Die Mehrheit der Bürger versteht sehr wohl, dass hier mit Subventionen ein wirtschaftlich und ökologisch schädlicher Hüttenzauber entfacht wird, für den die Steuerzahler auch noch sehr lange zahlen müssen.” Gerade in Krisenzeiten sei aber von der Politik gefordert, den Bürgern auch ökonomisch unbequeme Zusammenhänge zu erklären. “Jeder Euro für den Verschrottungswahnsinn wird schon nach der Bundestagswahl für Kita-Erzieher, Turnhallen und Nachwuchswissenschaftlerinnen fehlen.”

Schnellere Erholung nicht ausgeschlossen

Das DIW Berlin hält eine schnellere konjunkturelle Erholung nicht für ausgeschlossen. Die Begründung für ein solches Szenario:

Der dramatische Einbruch bei den für den deutschen Export besonders wichtigen Investitionsgütern (Maschinen, Fahrzeuge, Anlagen) spiegelt keinen typischen Verlauf der Investitionstätigkeit wider. Vielmehr ist davon auszugehen, dass in den Unternehmen die Unsicherheit über die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten die Sicherung der Liquidität zur obersten Priorität hat werden lassen.

Dies dürfte zum Teil die ungewöhnliche Gleichzeitigkeit der rückläufigen Bestelltätigkeit erklären. Auch wenn jetzt zahlreiche Investitionsvorhaben zurückgestellt werden: Die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit dieser Projekte muss damit nicht in Frage stehen. Dass die Exporterfolge der deutschen Investitionsgüterindustrie auf einer Blasenentwicklung in den Realwirtschaften der Abnehmerländer beruhen, lässt sich ebenfalls nicht eindeutig sagen.

Sollten sich aber die Turbulenzen an den Finanzmärkten rascher als gedacht beruhigen, so könnten weltweit die aufgeschobenen Investitionsvorhaben auch wieder in Gang kommen. In einer solchen Situation träfe ein Nachfrageanstieg auf wenig ausgelastete Kapazitäten der Investitionsgüterproduzenten. Dadurch wäre ein starker Wiederanstieg der Wirtschaftsleistung über mehrere Quartale möglich.

Ferner könnte die weltweite Strukturkrise im Automobilsektor, die derzeit praktisch alle Anbieter in einer abwartenden Haltung verharren lässt, durch das Ausscheiden eines größeren Anbieters schneller als gedacht bereinigt werden. Sofern weltweit die kurzfristigen Stützungsprogramme für einzelne Hersteller aufgegeben werden und somit die Strukturanpassung ermöglicht wird, werden die dann verbleibenden Hersteller auch schneller als bislang ihre Investitionspläne wieder aufgreifen, die sie bislang aus Sorge um die Konkurrenz durch staatlich protegierte Wettbewerber aufgeschoben haben.

Es könnte aber auch anders kommen.

Die Unsicherheit hält an, da die Neuregelungen der Finanzmärkte unzureichend bleiben und deshalb kein nachhaltiges Vertrauen entsteht. Dann würden auch die bestehenden strukturellen Probleme mehr und mehr in den Vordergrund rücken. Dabei handelt es sich nicht nur um Überkapazitäten auf der Angebotsseite, sondern auch – und vor allem – um Schwächen auf der Nachfrageseite. Das gilt insbesondere für die angelsächsischen Länder, die lange Zeit über ihre Verhältnisse gelebt haben.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

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Verschrottungsprämie – einfach und bequem

Erstellt von ub am 18. April 2009

Die Verschrottungsprämie kann nur noch unter www.ump.bafa.de online beantragt werden. In vielen Autohäusern unterstützen kompetente Fachleute beim Ausfüllen der Antragsmaske.

Die Verschrottungspprämie hat die virtuelle Welt erreicht: Anträge für die begehrten 2.500 Euro können nur noch online über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.ump.bafa.de gestellt werden. Interessenten müssen eine Antragsmaske ausfüllen, der eine Kopie des Kauf- oder Leasingvertrages oder der rechtsverbindlichen Bestellung über das Neufahrzeug im pdf-Format anzuhängen ist.

Die Eingänge der Anträge werden beim BAFA zeitgenau registriert. Für jeden eingegangenen Antrag wird in aufsteigender Reihenfolge eine „ID-Nummer” vergeben und eine Eingangsbestätigung erteilt, die allerdings noch nicht die Umweltprämie garantiert.

Diese wird erst durch den Reservierungsbescheid zugesichert. Wem das alles zu umständlich ist, der kann sich auch an seinen Autohändler wenden. In vielen Autohäusern, beispielsweise bei Ford, unterstützen kompetente Fachleute bei der ausführlichen Online-Beantragung. So kann garantiert nichts schiefgehen. news-Reporter.net

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Nörgelei an Umweltprämie und Konjunkturpaket geht an der Sache vorbei

Erstellt von ub am 11. April 2009

Zu den Kommentierungen von staatlichem Konjunkturpaket und Umweltprämie erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poss:

Die Prämie läuft sehr gut. Sie schafft bei vielen Menschen und in einem wichtigen Bereich der Wirtschaft Zuversicht. Die Autoindustrie und ihre Zulieferer sind keine Branche unter vielen, sondern eine Schluesselindustrie mit starken Verflechtungen in viele andere Bereiche.

Es geht darum, jetzt Impulse zu setzen. Das tut die Umweltprämie stärker als zunächst erwartet. Die geaeusserte Vermutung, 2010 wuerden die Autokäufe wegen der Prämie und den damit verbundenen Vorzieheffekten stark abstuerzen, ist nicht nur unbewiesen und unbelegt. Sie widerspricht deshalb auch nicht dem Sinn und Zweck der Prämie, nämlich jetzt Wirkung zu erzielen.

Die Umweltprämie ist damit eine gute Ueberbrückung, bis das grosse oeffentliche Investitionsprogramm greift, das den Kern des zweiten Konjunkturpaketes der Regierung bildet. Von vornherein war auf Seiten der Regierung und Regierungskoalition klar, dass das öffentliche Investitionsprogramm in der Breite noch nicht im März oder April umgesetzt werden kann. Den aktuell noch geringen Mittelabfluss zu kritisieren, geht deshalb an der Sache vorbei: Das Gesamtpaket ist so angelegt, dass die Prämie den relativ stabilen privaten Konsum im Fruehjahr
- und mit ihrer Verlängerung auch darueber hinaus – stuetzt, und dass dann das Investitionsprogramm zu greifen beginnt.

Es ist nicht zu verstehen, warum diese Zusammenhaenge in den Kommentierungen dieser Tage ignoriert werden und warum es derzeit offenbar chic ist, am Konjunkturpaket und seinen Elementen herumzunoergeln. Es faellt auf, dass sich auch etablierte Wirtschaftsexperten in besonderer Weise auf eventuelle oder vermeintliche negative Aspekte stuerzen, dass sie aber offensichtliche positive Aspekte unter – oder sogar geringschaetzen.

Internet: http://www.spdfraktion.de

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Online-Protest gegen Abwrackprämie

Erstellt von ub am 20. Februar 2009

Jetzt echte Umweltprämie beantragen!

Anlässlich der heutigen Abstimmung zum zweiten Konjunkturpaket im Bundesrat hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unter dem Motto *Neue Räder braucht das Land!” einen Online-Protest gegen die Abwrackprämie für Pkw gestartet. Der Verkehrsclub ruft dazu auf, per E-Mail beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag zur Gewährung einer echten Umweltprämie zu stellen. Statt einer Abwrackprämie für Pkw sollen möglichst viele Menschen eine staatliche Förderung zum Kauf eines neuen Fahrrads und von Bus- und Bahntickets beantragen. Mit der symbolischen Aktion kritisiert der VCD die einseitige staatliche Hilfe für die Automobilindustrie und gibt Nicht-Autofahrern die Möglichkeit, ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

 

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: *Für die sogenannte Umweltprämie gibt die Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro an Steuergeldern aus. Und das, obwohl die Prämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft ist und davon nur Autokäufer profitieren. Diejenigen, die statt des Autos lieber mit den umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln Bus, Bahn oder Rad fahren, gehen leer aus. Das ist ungerecht und klimaschädlich. Der Bundesrat muss morgen deswegen die reine Abwrackprämie für Pkw stoppen. Das verbliebene Geld kann dann ökologisch und ökonomisch sinnvoller in die Förderung von Bus, Bahn und Rad sowie zur Schaffung von Kaufanreizen für wirklich energieeffiziente Pkw eingesetzt werden.”

Der symbolische Antrag an das BAFA kann über www.vcd.org verschickt werden. Interessierte können über ein Online-Formular entweder gegen Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Pkws oder gegen Verschrottung eines alten Fahrrads eine Umweltprämie in Höhe von 2 500 Euro für den Neukauf eines Fahrrads sowie für Bus- und Bahntickets beantragen. Bis heute seien bei der BAFA 76 926 Anträge auf Gewährung der Abwrackprämie eingegangen. Bei der Berechnungsgrundlage von 600 000 möglichen Anträgen könnten also noch 523 074 Anträge für eine echte Umweltprämie gestellt werden.

Nicole Knaup, Leiterin Kommunikation des VCD: *Mit unserer Aktion wollen wir zeigen, dass viele Menschen mit der Autofixierten Politik der Bundesregierung nicht einverstanden sind. Je mehr Menschen unserem Aufruf folgen, desto stärker wird der öffentliche Druck auf die Politik. Konjunktur und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern müssen zusammen gedacht und umgesetzt werden.” www.vcd.org.

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Günstiger Autokauf – Umweltprämie plus

Erstellt von ub am 31. Januar 2009

VW fördert Autokauf mit „Umweltprämie plus”

Volkswagen fördert ab 02. Februar 2009 den Kauf eines Neufahrzeugs bei Inanspruchnahme der Umweltprämie mit einer zusätzlichen Prämie. Die Höhe der „Umweltprämie plus” genannten Verkaufsförderung ist modellabhängig. Nähere Einzelheiten teilte VW noch nicht mit.

Die zusätzliche Prämie erhalten Neuwagenkunden, die ihr mindestens neun Jahre altes Altfahrzeug verschrotten lassen und dafür 2500 Euro aus dem Konjunkturpaket des Bundes erhalten. Volkswagen bietet darüber hinaus Finanzierungskonditionen von 0,9 und 2,9 Prozent bei Erwerb einer Garantieverlängerung und einer Kraftfahrzeugversicherung an. Sie sind unanhängig von der staatlichen Abwrackprämie. volkswagen.de

Umweltpramie-vw

Die neuen Kundenangebote werden von einer Werbekampagne begleitet, die heute, 31.1.2009, mit dem Slogan „Weil neu sauberer ist – Die Volkswagen Umweltprämie Plus” startet.

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