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Feinstaubverordnung und Umweltzonen: Europa gegen den Feinstaub-Irrsinn

Erstellt von ub am 6. Februar 2012

Damit gleich zu Beginn keine Zweifel aufkommen: Feinstaub, mikroskopisch kleine Partikel in der Luft, die der Körper nicht aus der Atemluft filtern kann, bilden nachgewiesener Maßen eine ernste gesundheitliche Gefahr. Jeder Politiker, der wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bürger vor dieser Gefahr initiiert, verdient sich Lob und Anerkennung.

Doch diese Art von Volksvertretern sind in der politischen Landschaft unserer Republik so real wie Einhörner im deutschen Wald. Wie anders konnten die Schutzmaßnahmen gegen den Feinstaub bislang nichts weiteres als rund 60 monströse Verwaltungsgebilde zu gebähren, die unter dem Euphemismus “Umweltzone” dem Feinstaub aus dem Straßenverkehr in einer entsprechenden Zahl von Städten und Gemeinden rote, gelbe und grüne Plaketten zeigen? Obwohl unzählige Untersuchungen belegt hatten, dass zur gesamten Belastung durch Feinstaub, der uns ständig umgibt, der Verkehr nur rund zehn Prozent beiträgt. Das ist natürlich immer noch zu viel, aber da die unsichtbaren Teilchen bei ihren Reisen durch die Lüfte auf die Gemarkungsgrenzen der einzelnen Zonen nachweislich pfeifen, sind zonentechnisch die Feinde der Gesundheit politisch sicher nicht zu bannen.

Nun glimmt ausgerechnet aus Richtung des politischen Bereichs, der uns seit Monaten mit Schuldenkrisen und Staatspleiten das staatsbürgerliche Gemüt beschwert, ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Feinstaub-Irrsinn auf. Die Europäische Union, so hat es der ADAC herausgefunden, sagt nämlich: Wenn schon Umweltzonen, dann auch richtige. Sollte die jeweilige Gemeinde sich nicht in der Lage zeigen, auch für die strikte Einhaltung der Grenzwerte zu sorgen, könnte es zu einem Urteil des europäischen Gerichtshofes kommen, das ein saftiges Bußgeld für jede Überschreitung vorsieht. Von 100 000 Euro pro Tag und Zone ist die Rede.

Damit wäre der Feinstaub-Irrsinn dann zumindest fiskalisch auf die Spitze getrieben. Einmal durch das Verpulvern ungezählter Steuergroschen für die Einrichtung der Zonen und dann durch Strafbescheide, die wieder aus dem Steuersäckel beglichen werden müssen. Politische Vernunft würde diese Gelder in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, in die Forschung umweltfreundlicher Antriebe oder funktionierender Verkehrsleitsysteme in den Städten lenken. Ja, ein schöner Traum. Vorher werden aber noch ungezählte Einhörner durch den deutschen Wald streifen. Dabei wäre doch die einfachste Lösung: Weg mit den Umweltzonen! tl/mid

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Umweltzonen: Wirksam oder nicht?

Erstellt von ub am 1. Februar 2012

Die Plakettenpflicht in den Umweltzonen bezeichnete der Politiker als eine “Gängelung der Autofahrer”. Für die Feinstaubbelastung seien viele Faktoren verantwortlich, beispielsweise die Wetterlage. Das Beispiel Hannover zeige, dass die Luft durch einen fließenderen Verkehr entlastet werden könnte.

Widersprüchliche Meldungen zur Wirksamkeit der Umweltzonen verunsichern: Während der Verkehrsclub Deutschland die Berliner Umweltzone als wirkungsvoll anpreist, sollen sie nach Ergebnissen des Umweltbundesamtes für Hannover und Osnabrück nichts bringen.

Der ökologische Verkehrsclub VCD bestärkt den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, der heute in einem Radio-Interview die Bedeutung von Umweltzonen für die Luftreinhaltung unterstrich und damit anderslautenden Äußerungen entgegentrat. Heiko Balsmeyer, VCD-Experte für Luftreinhaltung: Insbesondere die Berliner Umweltzone zeigt, wie wirkungsvoll Umweltzonen sind. Im vergangenen Jahr blieb den Berlinern mehr als die Hälfte des gesundheits- und klimaschädlichen Dieselrußes erspart, der ohne Umweltzone entstanden wäre.

Allerdings könnten Umweltzonen ihre Wirkung erst dann voll entfalten, wenn nur Fahrzeuge mit einer grüner Plakette Zufahrt hätten. Dies sei bisher lediglich in Berlin und sechs weiteren von insgesamt 53 Umweltzonen der Fall. Balsmeyer: Um die Gesundheit der Menschen im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf und vielen weiteren Städten zu schützen, müssen die Zufahrtsbedingungen schnell verschärft werden. Alle Umweltzonen sollten ab 2013 nur noch die Zufahrt von Fahrzeugen mit grüner Plakette erlauben. Diese Maßnahme würde die Luft in vielen deutschen Städten verbessern.

Um die Wirksamkeit von Umweltzonen zusätzlich zu steigern, sei es zudem dringend erforderlich, neben dem Straßenverkehr die Emissionen von Baumaschinen, Schiffen und Diesellokomotiven zu senken. Auch in diesen Bereichen müsse das Ziel sein, in Umweltzonen nur Fahrzeuge und Maschinen mit Rußfilter zuzulassen.

Um die Luft sauberer zu machen, können Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Die Nachrüstung von Autos und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen wird seit dem 1. Januar 2012 wieder vom Bund gefördert. Anträge auf den Zuschuss in Höhe von 330 Euro können ab dem 1. Februar 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de gestellt werden.

Dagegen hat der niedersächsische FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker eine Abschaffung der Umweltzonen in Hannover und Osnabrück gefordert. Neue Ergebnisse des Bundesumweltamtes zeigten eindeutig, dass Umweltzonen “nichts bringen”, so Hocker. Zudem ginge die Feinstaubbelastung durch den Verkehr ohnehin zurück, da ältere Fahrzeuge sukzessive aus dem Verkehr genommen würden. ld/mid

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Barprämie 330 Euro: Lob und Tadel für die neuerliche Partikelfilter-Förderung 2012

Erstellt von ub am 8. Januar 2012

Sowohl Lob als auch Kritik äußert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hinsichtlich der neuerlichen finanziellen Förderung für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern.

Seit dem 1. Januar 2012 können die Eigner entsprechender Fahrzeuge einen Barzuschuss in Höhe von 330 Euro für die Maßnahme beantragen. Mit der vom Staat bereitgestellten Summe von 30 Millionen Euro können 90 000 Kraftfahrzeuge gefördert werden.

Im Grundsatz begrüßt die Umweltschutzorganisation die Neuauflage der Förderung. Kritik jedoch muss sich die Bundesregierung hinsichtlich der Regelung gefallen lassen, nach der nur Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen in den Genuss des Zuschusses kommen. Schließlich sei in den Innenstädten eine große Zahl von Transportern bis zwölf Tonnen sowie Busse und Baumaschinen ohne Filterung unterwegs, die für einen beträchtlichen Teil der Partikelemissionen verantwortlich zeichnet. Deshalb fordert die DUH die Ausdehnung der Regelung auf diese Fahrzeuggruppe, denn gerade im Hinblick auf eine sukzessive Ausweitung der Umweltzonen auf eine grüne Plakettenpflicht sei dies besonders wichtig.

Darüber hinaus sei die laxe Kontrollmoral der Kommunen nicht hinnehmbar. Denn gerade in Bayern und Baden-Württemberg werde die Einhaltung der Plakettenpflicht zu wenig oder gar nicht kontrolliert. Auch 2012 erwägt die DUH, notfalls den Klageweg einzuschlagen, um Kommunen und Länder zu einem angemessenen Handeln zu bewegen. Musterknaben seien hier die Städte Berlin und Hamburg, die bereits seit 2008 Verstöße strikt ahnden und mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg belegen.

Auch Dieselfahrzeuge mit Euro 4-Norm, die bis dato eine grüne Umweltplakette erhalten, sollen nach Ansicht der DUH mit Filtern ausgerüstet werden.

Antragsformulare stehen ab dem 1. Februar 2012 unter www.bafa.de zur Verfügung. Fahrzeughalter können sich außerdem auf der Seite www.partikelfilter-nachruesten.de darüber informieren, ob und wie ihre jeweiligen Fahrzeugtypen nachgerüstet werden können. tm/mid Bildquelle: AvD

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Umweltzone und Feinstaubplakette: Viele Städte starten die nächste Stufe in 2012

Erstellt von ub am 28. Dezember 2011

Viele Städte führen 2012 in ihren Umweltzonen die nächste Stufe ein. Stuttgart und Frankfurt am Main Damit werden dort ab Januar auch Autos mit gelber Plakette an der Windschutzscheibe aus bestimmten Stadtbereichen verbannt.

München macht im Oktober sein Zentrum dicht. In Heidelberg, Heilbronn, Ulm, Karlsruhe, Mannheim Neu-Ulm und vielen anderen Großstädten ist es auch 2012 noch erlaubt, mit gelber Plakette in die Innenstadt zu fahren. Hier starten viele Kommunen im Januar zunächst die zweite Stufe der Umweltzone. Dann dürfen nur noch Fahrzeuge ab Schadstoffgruppe 3, also mit gelber oder grüner Plakette, bis kurz vor die Fußgängerzone – Autos ohne oder mit roter Plakette werden ausgeschlossen.

Von der Verschärfung der Umweltzone sind alleine in München nach Angaben von TÜV Süd mehr als 31 000 Autobesitzer und 9000 Lkw mit gelber Plakette betroffen. Knapp 6000 Autos mit roter und 15 000 Fahrzeuge ganz ohne Plakette dürfen schon seit Oktober 2010 nicht mehr in den Bereich innerhalb des Mittleren Rings. Einfahrterlaubnis erlangen können Besitzer alter Dieselfahrzeuge dann mit dem Einbau eines Partikelfilters. Die Nachrüstung wird nach einer Pause noch einmal für ein Jahr mit 330 Euro staatlich gefördert. Anträge dazu können ab Februar 2012 gestellt werden.
Die Einmalzahlung erhalten auch die Besitzer von Wohnmobilen und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Die Regelung gilt für die Umrüstung der Fahrzeuge im Jahr 2012. Anträge dazu können ab Februar von der Homepage des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de heruntergeladen werden. Der TÜV Süd rät angesichts steigender Dieselpreise trotz der Förderung aber zu genauer Kalkulation. Vor allem die Aufrüstung von roter auf gelber Plakette mache in der Regel wenig Sinn, da irgendwann ohnehin meist die grüne Umweltplakette gefordert wird. Meldungen, wonach die Nachrüstung auch 2013 weiter bezuschusst werden soll, wurden vom BAFA aktuell nicht bestätigt.  auto-medienportal.net/jri

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Umweltzone Hannover: Grüne Welle ersetzt Umweltzone

Erstellt von ub am 28. Januar 2011

Kommentar: Die Umweltzone in Hannover bleibt bestehen – noch. So kann es gehen, wenn auf einmal Experten gehört werden. Hannover hatte eine Kommission eingesetzt, die zu dem Schluss gekommen ist, dass die grüne Welle in der Innenstadt mehr bringt als die Umweltzone. Sowie die Grenzwerte für Stichoxide in der Innenstadt unterschritten werden, soll die Umweltzone in der niedersächsischen Hauptstadt abgeschafft werden.

Darauf haben sich jetzt der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil geeinigt, nachdem die Experten festgestellt hatten, ein flüssiger Verkehr bringe mehr für die Verbesserung der Luftqualität als die Umweltzone. Und auf einmal macht – laut „Hannoverscher Allgemeiner Zeitung“ – auch Bürgermeister Weil kein Hehl draus, dass er die Umweltzone lieber heute als morgen loswerden möchte: „Wenn es soweit ist, werde ich der Erste sein, der die Abschaffung der Umweltzone mit Freude vorschlagen wird.“

Nun will man in Hannover die Ampeln umprogrammieren und auf ausgewählten Strecken keine Rücksicht mehr auf die Vorfahrt von Bussen und Stadtbahnen nehmen. Auch will man stärker als bisher auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h achten. Was so vernünftig klingt, bedeutet aber eine komplette Umkehr der Verkehrslenkung in Hannover, wo man auch in den Hauptverkehrszeiten lieber einen Stau in Kauf nahm, als einen Bus warten zu lassen. Solch ein krasser Paradigmenwechsel wird nicht ohne Streit durchzusetzen sein. Die Grünen in Hannover sind gegen die grüne Welle. auto-medienportal/Peter Schwerdtmann

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Umweltzone: Letzte Chance für Besitzer von betagten Dieselfahrzeugen

Erstellt von ub am 25. Dezember 2010

Wer noch mit einem altem Dieselauto und roter Umweltplakette unterwegs ist, muss sich jetzt in vier deutschen Städten vorsehen. In den dortigen Umweltzonen sind ab 1. Januar nur noch Autos mit gelber oder grüner Feinstaubplakette erwünscht.

In diesen Städten wird es ernst:

Ab 1. Januar 2011 sind  für Autos mit roter Plakette die Umweltzonen von Augsburg, Osnabrück, Düsseldorf und Wuppertal tabu. Die Prüforganisation GTÜ rät daher allen Autofahrern, die in diesen Regionen noch mit alten Dieseln unterwegs sind, ihr Fahrzeug in der Werkstatt so schnell wie möglich mit einem Partikelfilter nachrüsten zu lassen. Um dann die neue Plakette zu erhalten, müssen allerdings erst die Schlüsselnummern in den Fahrzeugpapieren geändert werden. Das bedeutet, dass nach der Umrüstung ein Gang zur Zulassungsstelle fällig wird. Wer gegen die Bestimmung verstößt und in der “verbotenen Zone” ohne grüne oder gelbe Plakette erwischt wird, muss 30 Euro bezahlen und erhält einen Punkt in Flensburg.   mid/mah

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Filterförderung: Nachrüsten und doppelt profitieren

Erstellt von ub am 30. November 2010

Sauber in die Adventszeit: Jetzt noch schnell einen Diesel-Partikelfilter einbauen und 330 Euro Zuschuss sichern. 

 Noch genau vier Wochen, dann ist Weihnachten: höchste Zeit, Geschenke zu besorgen – und das Fahrzeug fit für 2011 zu machen. Denn nur bis Ende des Jahres gibt es für den Einbau eines Diesel-Partikelfilters einen staatlichen Zuschuss von 330 Euro. Förderberechtigt sind Pkws, Wohnmobile und Transporter bis 3,5 Tonnen. Mit einem Filter an Bord erhalten sie deutschlandweit freie Fahrt – keine Selbstverständlichkeit, denn mehr als 40 Städte und Kommunen haben Umweltzonen eingeführt, bei denen Fahrzeuge mit zu hohen Partikelemissionen ausgeschlossen bleiben. Bei Verstößen gibt es ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. 2011 kommen weitere Umweltzonen hinzu, zum Beispiel in Leipzig. Dort dürfen Dieselfahrer dann nur noch mit grüner Feinstaubplakette an der Windschutzscheibe ins Zentrum. In vielen anderen Städten verschärfen sich die Vorgaben – etwa in Düsseldorf, Wuppertal, Augsburg oder Osnabrück. Bremen schaltet im Juli sogar auf “Grün”: Wer eine rote oder gelbe Plakette hat, kommt nicht mehr in die Innenstadt. Vielerorts laufen zudem Ausnahmegenehmigungen für Handwerker, Lieferanten und Gewerbetreibende aus. Bislang galten die Fahrbeschränkungen für sie in der Regel nicht. Die Übergangsfrist endet am 31. Dezember 2010 – dann müssen auch sie die Vorgaben zum Schadstoffausstoß erfüllen und nachrüsten, um weiterhin mobil zu sein.

Nachrüsten und doppelt profitieren

“Fahrzeughalter sollten noch in diesem Jahr nachrüsten, um vom staatlichen Förderprogramm zu profitieren”, sagt Michael Himmen, Mitglied der Geschäftsleitung von HJS Emission Technology – ein mittelständisches Unternehmen aus dem Sauerland, das sich auf Technologien zur Abgasnachbehandlung spezialisiert hat. “Schließlich zahlt es sich doppelt aus, jetzt einen HJS City-Filter® einzubauen: Man bekommt 330 Euro staatlichen Zuschuss – und unbegrenzte Mobilität in Umweltzonen.” Die Technologie wurde mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet, weil sie den Ausstoß von Rußpartikeln effektiv senkt. Dank Partikelfilter erhalten Euro-III-Diesel eine grüne Plakette – und damit deutschlandweit freie Fahrt. Weiterer Vorteil: Der Einbau steigert den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs erheblich.

Die staatliche Prämie von 330 Euro lässt sich auch nachträglich anfordern: Bis 15. Februar 2011 nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das für die Abwicklung zuständig ist, die Anträge auf den Zuschuss entgegen. Fast 100.000 Dieselfahrer haben sich in diesem Jahr bereits für eine Nachrüstung entschieden und die entsprechenden Unterlagen beim BAFA eingereicht. Dazu gehören der vom Antragsteller unterschriebene Förderantrag und die Kopie des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I) mit Angaben zum eingebauten Partikelfilter-System. Zu den Fördervoraussetzungen für Pkws und Wohnmobile zählt, dass sie vor dem 1. Januar 2007 zugelassen wurden. Für leichte Nutzfahrzeuge wie Transporter und Kleinlaster ist der 17. Dezember 2009 Stichtag. Wer bei dem staatlichen Förderprogramm zum Zuge kommen will, sollte nicht länger warten: Die Werkstätten rechnen zum Jahresende mit einem enormen Ansturm.

Weitere Details zum Förderprogramm lassen sich unter www.bafa.de nachlesen. Mehr zum HJS City-Filter® und zu weiteren Abgastechnologien – etwa für Busse oder Lkws – gibt es unter www.hjs.com . Gerne berät das Team von HJS bei Fragen zur Nachrüstung und zum Partikelfilter-Förderprogramm unter der Hotline 01805 457373 (0,14 Euro/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen). city-filter

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Chaos – Österreich plant sieben verschiedene Umweltpickerl

Erstellt von ub am 27. September 2010

Nach den Plänen des österreichischen Umweltministeriums sollen Autos im benachbarten Alpenland gleich in sieben verschiedene Umweltklassen eingeteilt werden.

Es wird auch nicht drei Farben wie in Deutschland geben, sondern gleich sechs verschiedene und eine weitere Plakette ist transparent.

Der ACE beruft sich dabei auf Angaben seines Partnerclubs ARBÖ in Wien. Beide Interessenverbände fürchten jetzt ein großes Durcheinander auf den Straßen in Deutschland und Österreich. Wer als Österreicher nach Deutschland will, muss folglich doppelt kleben, umgekehrt gilt das gleiche Spiel. Es kann durchaus passieren, dass dasselbe Auto in Deutschland eine gelbe Plakette erhält, aber in Österreich ein rotes Umweltpickerl. Eine Umweltplakette pro Auto sei mehr als genug, meinen ACE und ARBÖ.  automedienportal

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Umweltzonen und Partikelfilter

Erstellt von ub am 17. Mai 2010

Die schnellstmögliche Erneuerung der Fahrzeugflotte sieht der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) als beste Möglichkeit, die europaweit definierten Luftqualitätsziele zu erreichen. VDIK-Präsident Volker Lange begrüßt dennoch die von der Bundesregierung beschlossene Förderung des nachträglichen Einbaus von Partikelfiltern. Der VDIK mahnt in diesem Zusammenhang die ständige Überprüfung der Umweltzonen auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit an.

Volker Lange in einer Presseerklärung seines Verbands: „Der VDIK tritt bereits seit 2005 mit seiner Kampagne ‘Pro saubere Luft’ für eine konsequente Bestandserneuerung ein. Nur dadurch können die von der EU definierten Luftqualitätsziele nachhaltig erfüllt werden. Auch die jetzt von der Bundesregierung beschlossene Förderung des nachträglichen Einbaus von Partikelfiltern bei Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen dient der Verbesserung der Luftqualität und wird daher begrüßt.“ Damit werde auch denjenigen Fahrzeughaltern, für die ein Fahrzeugwechsel aus ökonomischen Gründen aktuell nicht möglich sei, die Möglichkeit gegeben, die Umwelteigenschaften ihrer Fahrzeuge zu verbessern und die in vielen Städten über Umweltzonen definierten Einfahrverbote zu umgehen. Lange forderte außerdem, einmal erteilte Ausnahmegenehmigungen zum Befahren von Umweltzonen müssten bundesweit Gültigkeit haben. automedienportal Sm

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Feinstaubverordnung – Umweltzonen und Plaketten

Erstellt von ub am 14. Mai 2010

Seit Anfang Oktober 2008 sind es nunmehr 23: Als Folge der Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge, kurz Feinstaubverordnung, wurden in Deutschland Umweltzonen eingerichtet.

 In den Medien nur kurz ein Thema, das für eine Schlagzeile taugt. Wie geht die Logistikbranche, wie gehen vor allem Spediteure mit den Einschränkungen durch Plakette und Umweltzone um? Zeit für einen Zwischenstatus.

Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg führen die Liste der Bundesländer an, in denen seit Anfang 2008 die ersten Umweltzonen eingerichtet und „in Betrieb“ genommen wurden: Berlin, Bochum, Bottrop, Dortmund (mit gleich zwei Zonen), Duisburg, Essen, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hannover, Ilsfeld, Köln, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, München, Oberhausen, Pleidelsheim, Recklinghausen, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart und Tübingen – wer hier als Kraftfahrer ohne Umweltplakette oder Ausnahmegenehmigung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Deutlich höhere Strafgelder blühen jedem, der sich öfter erwischen lässt. Ärgerlich für jeden, der sein Auto privat nutzt, mehr als nur ärgerlich indessen für alle, die von Berufs wegen unterwegs sind.

Interessenverbände wie die regionalen Industrie- und Handelskammern, die Handwerkerkammern, aber auch Automobilverbände hatten sich bereits im Vorfeld der Umweltzonen-Diskussion für weit reichende Übergangs- und Ausnahmeregelungen für Gewerbetreibende stark gemacht. Die Verhandlungen mit den zuständigen Ministerien und Bezirksregierungen verliefen langwierig; den Interessen der Vielfahrer standen naturgemäß die Forderungen von Umweltschutzverbänden nach stärkerer Reglementierung entgegen.

Kritiker etwa der Umweltzone Ruhr verwiesen nachdrücklich auf die bestehenden Defizite hinsichtlich tragfähiger Alternativen zum LKW-Verkehr: Selbst der Fern- und Massengutverkehr wird überwiegend über die Straße abgewickelt, Alternativen gibt es nicht oder werden der Belastung nicht gerecht. Bahn- und Gleisanschlüsse wurden sukzessive stillgelegt; im Fernverkehr fehlen der Bahn Strecken, Fahrzeuge und Personal. Selbst das Binnenschiff kann nur bei wirklichen Massengütern und optimaler Anbindung alternativ eingesetzt werden. Stadt- und Citylogistikprojekte konnten sich, wie auch Güterverteilzentren, nicht erfolgreich durchsetzen. Die Folgen etwaiger Fahrverbote wären aus Sicht führender Logistikunternehmer fatal: In Ermangelung geeigneter Umschlageinrichtungen sind gravierende Einbrüche im Wirtschaftsverkehr zu befürchten.

Seit einem knappen Jahr gibt es nun die Umweltzonen, im Oktober 2008 sind vor allem im Ruhrgebiet zahlreiche Zonen hinzugekommen: Welche Auswirkungen sind bisher zu beobachten? Zunächst einmal scheint es, als gäbe es überhaupt nicht viel zu beobachten. Wer nach Plaketten und Partikelfiltern Ausschau hält, die doch eigentlich je nach Region weit verbreitet sein sollten, schaut vielfach in die Röhre. Das Handelsblatt stellte noch im September 2008 fest, dass viele Spediteure offensichtlich gar nicht ernsthaft vorhaben, ihre Fahrzeuge trotz hoher Feinstaubemissionen nachrüsten zu lassen. Zwar erhalten sie keine Plakette, aber die vielfältigen geltenden Ausnahmeregelungen ermöglichen ihnen vorerst auch weiterhin weitgehend freie Fahrt. Ende des Jahres laufen diese vielerorts aus, können aber noch um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Angesichts der laufenden Diskussion um die Feinstaubverordnung und kontinuierlich neuer Regelungen und Änderungen hoffen viele in der Branche, dass es sie letztlich doch nicht trifft. Vor diesem Hintergrund und angesichts der bislang unabsehbaren Turbulenzen am Finanz- und Wirtschaftsmarkt, zögern auch die meisten Logistik-Unternehmer, ihre Flotten mit emissionsarmen Neufahrzeugen aufzustocken. Die große Feinstaub-Wende, die sich die Politik erhofft hatte, bleibt, so wie es aussieht, vorerst aus. Umweltschützer schlagen daher bereits Alarm und fordern strengere Kontrollen, die Aussetzung von Übergangslösungen und die Sperrung der Umweltzonen für alle Fahrzeuge, die keine grüne Plakette vorweisen können.

Kritik kommt derweil von verschiedenen Seiten: Die Deutsche Umwelthilfe mahnt an, dass die getroffenen Maßnahmen nicht greifen und die Einführung von Umweltzonen ohne flächendeckende Nachrüstung von Dieselfahrzeugen „zahnlos“ bleibt. Im Gegenzug zweifeln Kritiker der Umweltzonen, wie etwa der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg (VVL), deren Nutzen generell an und fordern eine Verschiebung der für 2010 geplanten zweiten Stufe der Umweltzone in der Region. Rund 20 Mio. Euro, so die Schätzung des VVL, müssten Mitgliederbetriebe mit eigenem Fuhrpark allein in der Region Berlin Brandenburg für umweltfreundliches Aufrüsten ausgeben. Eine Belastung, die gerade kleine und mittelständische Unternehmen derzeit nur schwer schultern können. Firmen mit überdurchschnittlich hoher Fahrleistung und guter Kapitaldecke, die ohnehin regelmäßig in die Optimierung ihres Fuhrparks investieren, sind hier klar im Vorteil. Wer allerdings eher kurze Strecken, womöglich vorwiegend im Stadtverkehr absolviert, wie etwa Möbelspeditionen, aber auch Einzelhändler, tauschen ihre Fahrzeuge vergleichsweise seltener aus und haben es daher oft schwer, die wichtige grüne Plakette zu bekommen.

Aus Expertensicht waren Probleme bei der Einführung der Umweltzonen wie diese absolut absehbar. Auch und gerade die regionalen Besonderheiten der Feinstaubregelung, die heute für Verunsicherung im deutschen Transportgewerbe sorgen, wurden schon frühzeitig angemahnt: aus gegebenem Anlass sah sich der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) veranlasst, bereits zum März 2008 seine Datensammlung DALU (Datensammlung Auswertung der Aktionspläne, Luftreinhaltepläne und Umweltzonen) zu aktualisieren und zu erweitern. Durch die uneinheitliche Haltung vieler Kommunen lägen kaum verlässliche Daten vor, so der BGL, sodass für die Unternehmen kaum noch mittelfristige Planungen möglich seien. Erst wenn sich dies geändert habe, sei es Transporteuren möglich, Dispositionen vorzunehmen und zu prüfen, ob die jetzigen Fahrzeuge auch künftig in eine Umweltzone hineinfahren können, oder ob schon bald neue Fahrzeuge gekauft, gemietet oder geleast werden müssen.

Fazit: Der Start der Umweltzonen in Deutschland verlief, wenn man diesen fließenden Prozess überhaupt so bezeichnen möchte, bislang eher schleppend. Weder liegen flächendeckende Regelungen vor, noch sind bis dato valide Daten über die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu verzeichnen. Diese dürften ohnehin nicht zu erwarten sein, solange Fahrzeuge mit Plakette egal welcher Farbe die Umweltzonen befahren dürfen. Aus Sicht der Logistikbranche wäre ein klares politisches Konzept wünschenswert, das mehr Planungssicherheit vermittelt.
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