Gasfahrzeuge

Autosteuer – Kfz Steuer für Gasfahrzeuge, Hybridantriebe, alternative Kraftstoffe, Erdgas oder Rapsöl

Gas – ob Erdgas oder Autogas

Auf Gasfahrzeuge / Erdgasfahrzeuge / Autogasfahrzeuge  wird die Autosteuer für Ottomotoren erhoben.

Das heißt, die Gasfahrzeuge werden bei der Kfz Steuer Berechnung gleich gesetzt mit den vergleichbaren Benzinmodellen.

Bei Verwendung von alternativen Kraftstoffen, beispielsweise Rapsöl oder Erdgas und bei Hybridantrieben gelten die entsprechenden Steuersätze für Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Keine zusätzlichen Vergünstigungen!

Der reduzierte Steuersatz für Erdgas als Kraftstoff  wird über das Jahr 2018 hinaus bestehen bleiben, so dass der Preisvorteil für Bio-Erdgas und Erdgas an den deutschen Tankstellen langfristig bestehen bleibt.

Die Bundesregierung will laut dem Beschluss vom Februar 2017 die Steuerermäßigung für Biomethan und Erdgas (Compressed Natural Gas) bis Ende 2026 verlängern. Der ermäßigte Steuersatz für Autogas (Liquefied Petrol Gas) soll hingegen 2019 gestrichen werden.

Erdgasautos sind sparsam und umweltfreundlich

Erdgas-Tanken funktioniert fast wie bei herkömmlichen Autos. Unter Druck strömt das Gas über ein hermetisch schließendes Ventil in die Tankflaschen, die meist unter dem Wagenboden montiert sind.   Erdgasfahrzeuge sind sehr wirtschaftlich. Die Kosten beim Tanken verringern sich im Vergleich mit Benzin um rund die Hälfte. (30 Prozent gegenüber Diesel). Der höhere Kaufpreis für ein Erdgasauto rechnet sich deshalb nach weniger als drei Jahren – bei einem Diesel sogar bereits im zweiten Jahr. Erdgas wird voraussichtlich noch längere Zeit billiger sein als herkömmliche Kraftstoffe. Denn für Erdgas als Kraftstoff gilt ein ermäßigter Steuersatz, den die Bundesregierung bis 2018 festgeschrieben hat. Erdgasfahrzeuge sind zudem beim Verbrauch deutlich sparsamer als Autos, die herkömmliche Kraftstoffe nutzen.   Neben dem Geldbeutel der Halter profitiert bei Erdgas betriebenen Autos auch die Umwelt: Erdgas verbrennt umweltschonender als herkömmlicher Sprit. Ein Fahrzeug mit dem alternativen Antrieb stößt im Vergleich zu einem ähnlich PS-starken Benziner 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus. Die Kohlenmonoxid-Emissionen sind um 75 Prozent geringer. Gefährliche Stoffe wie Benzol und andere gesundheitsschädigende Abgaspartikel – wie Feinstaub oder der für Dieselfahrzeuge typische Ruß – entstehen nicht. Gasfahrzeuge haben deshalb auch dann freie Fahrt, wenn Kommunen zum Schutz vor gesundheitsschädlichem Feinstaub so genannte Umweltzonen ausweisen, in denen ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit schlechten Abgaswerten gilt. entega.de

Erdgasfahrzeuge und Autogasfahrzeuge sind günstige Alternativen

Fahrzeuge mit Gasantrieb werden durch die sprunghaft gestiegenen Diesel-  und Benzinpreise immer attraktiver. Dies zeigt eine aktuelle Vollkostenrechnung des adac.de. Verglichen wurden dabei 19 aktuelle Erdgasfahrzeuge und 35 Autogasfahrzeuge

Ergebnis der Erdgasfahrzeuge: Bei jährlich 15.000 Kilometern Fahrleistung und einer Haltedauer von vier Jahren sparen Erdgasfahrer im Durchschnitt 3,2 Cent pro Kilometer oder 480 Euro pro Jahr gegenüber dem vergleichbaren Benziner. Gegenüber dem Diesel fährt das Erdgasfahrzeug um drei Cent günstiger (450 Euro im Jahr).

Ergebnis der Autogasfahrzeuge: Hier sparen Sie durchschnittlich 2,8 Cent pro Kilometer gegenüber dem Dieselfahrzeug (jährlich 420 Euro) und 3,2 Cent pro Kilometer gegenüber dem Benziner (jährlich 480 Euro).

Gasfahrzeuge sind nur dann die günstigere Variante, wenn sie im reinen Gasbetrieb laufen. Die Kostenbilanz verschlechtert sich außerdem im Kurzstreckenbetrieb mit hohem Kaltstartanteil.   Kleiner Nachteil: Bei den Erdgasfahrzeugen sind die zu geringe Reichweite im Gasbetrieb, ca. 200 bis 450 Kilometer,  und das zu dünne Tankstellennetz (ca. 800 Tankstellen) zu beanstanden. adac.de

Gas-Pkw länger fördern

Die Verlängerung der staatlichen Förderung des Gasantriebs bei Pkw und Nutzfahrzeugen über das Jahr 2018 hinaus, empfiehlt die Studie eines wissenschaftlichen Konsortiums unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Vor allem die im Vergleich zu Otto- und Dieselmotoren bessere Bilanzen bei den Treibhausgasen sei laut „kfz-betrieb“ ein Argument für eine Weiterförderung. Strategisch sei die Förderung von komprimiertem Erdgas (CNG) und Flüssiggas (LPG) auch zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wichtig.

Dem CNG schreibt die Studie ein höheres Potenzial als LPG zu, da es sich in Form von Biomethan für die Integration erneuerbarer Energien und zukünftiger Techniken im Verkehr eigne. LPG dagegen ist ein fossiler Energieträger, der als Nebenprodukt der Erdöl-Raffinierung entsteht. Ein Ausbau der CNG-Infrastruktur eröffne prinzipiell die Möglichkeit, „auch im Nutzfahrzeugbereich die Kraftstoffversorgung zu diversifizieren und erneuerbare Energien einzuführen“. Diese Infrastruktur könne Erdgas in verflüssigter Form (LNG) auch für Lkw bereitstellen. Daher sei auch eine zusätzliche oder gar ausschließliche Förderung von Biomethan eine denkbare Alternative. Um dessen Einsatz zu forcieren, müsse es aber eine gesetzliche Absatzquote von Biomethan zu CNG geben. mid/ts

Erdgas nicht vergessen

In der Diskussion um staatliche Prämien beim Kauf eines Elektroautos sollten die ökonomischen und ökologischen Vorteile von Erdgas nicht vergessen werden. Darauf weist die Brancheninitiative Erdgas hin und erinnert daran, dass mehr als 20 Modelle namhafter Hersteller mit Erdgas betrieben werden können. An den Tankstellen ist dieser Energieträger nicht nur billiger als Benzin, sondern im Betrieb des Autos deutlich umweltschonender. Denn durch Erdgas entstehen beim Verbrennen rund 20 Prozent weniger Kohlendioxid als durch Benzin und 50 bis 95 Prozent weniger Stickoxide als bei Diesel-Fahrzeugen. Erdgas oder CNG ist nach den Angaben des Branchenverbands inzwischen an mehr als 900 Tankstellen bundesweit verfügbar. Die Verlängerung der Steuerermäßigung für Erdgas sei ein Schritt in die richtige Richtung. mid/wp

Gasautos: Sinnvoll ab 15 000 Kilometer pro Jahr

Für Pkw mit mehr als 15 000 Kilometern Laufleistung pro Jahr kann das Autogas eine lohnende Alternative zu Benzin und Diesel sein. Auf diese Möglichkeit der Kraftstoffkostensenkung macht der Zentralverband des Kfz-Gewerbes (ZDK) aufmerksam. Bei Ottomotoren ist sogar nachträglich eine Umstellung auf Gas-Betrieb möglich. Ein Umbau auf Autogas kostet je nach Fahrzeugtyp etwa 2 000 bis 3 000 Euro. Die Umrüstung auf Erdgasbetrieb ist ebenfalls möglich, kommt aber auf Kosten zwischen 4 000 und 5 000 Euro.

Zertifizierte Fachbetriebe sind am blau-weißen Meisterschild und den Zusatzzeichen „Anerkannter Betrieb für Gasanlagenprüfung (GAP)“ oder „Anerkannter Betrieb für Gassystemprüfung (GSP)“ zu erkennen. Ihre Adressen finden sich im Internet unter kfz-gasbetrieb.de. Um sicher zu gehen, dass das Fahrzeug auch geeignet ist, rät der ZDK, sich vom Umrüster vor der Auftragserteilung eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung geben zu lassen.

Zwei bis drei Tage muss der Fahrzeugbesitzer für den Einbau eines Zusatztanks, eines zusätzlichen Einfüllstutzens, neuer Leitungen und des eigentlichen Gas-Einspritzsystem einplanen. Es folgen Prüfung und Begutachtung und schließlich der Eintrag in die Fahrzeugpapiere. Danach beginnt das Sparen an der Tankstelle. Autogas-Zapfsäulen gibt es in Deutschland rund 6 500 Mal, Erdgas halten etwa 1 000 Stationen bereit. Durch eine Steuerbegünstigung, die für beide Gas-Sorten noch bis Ende 2018 gilt, kostet der Liter Autogas nur etwa halb so viel wie ein Liter Superbenzin. mid/gfm

 

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Ein Kommentar zu “Gasfahrzeuge”

  1. Marcel Rubel

    Hallo
    Ich habe ein Mercedes NGT nur CNG
    Kein Benzin oder Diesel
    Abschleppwagen in Berlin
    Ich zahle Steuer -210,00 Jahrlich
    Ich glaube es ist zu viel für gas Auto
    Kann jemand mir helfen ?

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