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Rangliste – die beliebtesten und die weniger beliebten Autos

Klar, der VW Golf ist das beliebteste Auto der Deutschen. Das ist schon lange keine Neuigkeit mehr. Auch 2011 zeigte der ewige Bestseller keine Schwächen.

Er hat 258 059 weitere Kunden zu einer Unterschrift unter einen Autokaufvertrag verführt. Auch der Passat auf dem zweiten Platz lockte mit 103 507 Einheiten eine sechsstellige Kundenzahl. Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Am untersten Ende der Hitliste steht der Infiniti EX37. Der SUV der Nissan-Edeltochter brachte es mit 30 Verkäufen auf den letzten Platz der Verkaufshitliste für 2011. Insgesamt elf Modelle schafften im abgelaufenen Jahr nicht einmal auf eine dreistellige Zulassungszahl.

Nicht jedes Auto im Tabellenkeller der Neuwagen-Zulassungen verdankt seine ungünstige Platzierung einem eklatanten Mangel an Nachfrage. In einigen Fällen verfälscht die Ungnade der späten Markteinführung die Rangfolge. So kam der Chevrolet Camaro erst gegen Ende des Jahres offiziell in den Handel. Das amerikanische Muscle-Car, per se eher ein Nischenangebot als Objekt der automobilen Begierden breiter Massen, taucht damit dann mit 44 Zulassungen auf dem drittletzen Platz auf. Einen Rang besser schnitt der winzige Roadster Copen von Daihatsu mit 50 Neuanmeldungen ab. Die Japaner hatten den Vertrieb des Copen freilich bereits im Frühjahr eingestellt.

Auf dem vorletzten Platz landete mit 33 frischen Zulassungen der Lexus LS. Dabei konnte offensichtlich weder die umfangreiche Ausstattung, die hervorragende Verarbeitung und Zuverlässigkeit, noch der innovative Hybridantrieb der japanischen Luxuslimousine zu mehr Verkäufen verhelfen. Das Abschneiden des großen Lexus zeigt unerbittlich, dass im automobilen Oberhaus Image alles bedeutet, Produktqualität jedoch praktisch keinen Stellenwert hat. Diese These unterstreicht einmal mehr ein Infiniti wie der EX30D. Auch ein Dieselmotor hat den SUV nicht wirklich auf Verkaufstouren gebracht. 64 Neuzulassungen qualifizieren für den fünfletzten Platz.

Eine Zulassung mehr rückt den Dodge Nitro auf Platz 6 der Mauerblümchen-Kandidaten. Auch der kantige Ami-Van musste der Einstellung des Vertriebs im Laufe des Jahres Rechnung tragen. 67 Mal verkaufte sich der SsangYong Rexton. Der koreanische SUV mit angegrauter Mercedes-Antriebstechnik floss mangels offiziellem Vertrieb ebenfalls nur in homöopathischen Tröpfchen auf den Markt. Aber auch anderen Marken ergeht es ähnlich. Gerade 69 Kunden fanden Geschmack an einem Citroen C6. Die 2005 gestartete Limousine sollte nach dem Willen des Herstellers mit avantgardistischen Anklängen in Technik und Design an die legendäre DS anknüpfen und den Markt der gehobenen Mittelklasse mit jährlich 6 000 Verkäufen aufrollen. Weiter können in der bunten Welt der automobilen Vertriebsträume Wunsch und Wirklichkeit wohl nicht auseinander driften.

Da hatte sich der DS5 von Citroen weit wackerer geschlagen, der 2011 zwar auch nur auf 75 Zulassungen kam, jedoch erst zum Ende des Jahres offiziell ins Verkaufsprogramm der Franzosen aufgenommen worden ist, und damit noch alle Chancen hat, sich in diesem Jahr zu bewähren. Zwei weitere japanische Autos, der Mazda CX-9 mit 87 Zulassungen und der Nissan Cube mit 97 Anmeldungen runden das Feld der Neuwagen mit den zweistelligen Jahre-Zulassungszahlen ab. Während der Mazda-SUV auf eine beschränkte Verfügbarkeit verweisen kann, muss der kleine Nissan-Van den mangelnden Zuspruch eher der gewöhnungsbedürftigen Form schulden. Damit wird Nissan leben können, denn in Japan gilt der Cube längst als Kult.

In der Praxis spricht nichts gegen ein Fahrzeug aus der Mauerblümchenliga in der Neuzulassungstabelle. Für Individualisten und Schnäppchenjäger empfehlen sich die Vertreter sogar als Geheimtipp. Denn wenn die Nachfrage bei einem Neuwagen überschaubar bleibt, sinkt beim Verkäufer gleichzeitig die Toleranzschwelle beim Stichwort „Rabatt“. tl/mid Bildquelle:Infiniti


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