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Abgasreinigung – Harnstoff knackt Stickoxide

Wie aufwendig mittlerweile die Abgasreinigung bei Dieselmotoren im Hinblick auf die Erfüllung neuer gesetzlicher Normen wird, zeigt die neueste Entwicklung des PSA-Konzerns. Um mit den Dieseltriebwerken den Sprung von Abgasnorm Euro 5 auf die Abgasnorm Euro 6 in den Citroen- und Peugeot-Modellen zu schaffen, führen die Franzosen die Abgasreinigung mit Hilfe von Harnstoff ein.

Während der bereits im Jahr 2000 bei PSA eingeführte Rußpartikelfilter mittlerweile 99,9 Prozent aller Partikel ausfiltert, erfordert die Reduzierung der dieseltypischen Stickoxide (NOx) zusätzliche Anstrengungen.

Die ab 2015 für Neuzulassungen verbindliche Euro-6-Norm schreibt eine NOx-Reduzierung um 56 Prozent vor.

PSA erfüllt diese Vorschrift mit Hilfe eines Abgas-Nachbehandlungssystems, das sogenannten „Harnstoff“ zusätzlich zum Kraftstoff zur Verbrennung einspritzt. Harnstoff ist eine organische Verbindung, die bei vielen Lebewesen ein Endprodukt des Stoffwechsels bildet, dessen Ausscheidung über den Urin erfolgt.

Der im Harnstoff enthaltene Ammoniak reagiert mit den giftigen Stickoxiden. Die Reaktion hinterlässt ungiftigen Stickstoff und Wasserdampf. Die ab sofort in allen PSA-Dieselmotoren erhältliche Technik reduziert den NOx-Gehalt im Abgas um über 90 Prozent. Der für die „Blue-HDI“ genannte Einspritzung erforderlichen Behälter für den flüssigen Harnstoff sitzt im Heck, die Füllmenge reicht für etwa 20 000 Kilometer.

Mit dieser Anwendung folgt PSA dem Beispiel der deutschen Premium-Hersteller Audi, BMW und Mercedes oder auch Mazda. Die Japaner setzen diese Technik seit zwei Jahren im „CX-7“ Diesel ein. Der synthetisch erzeugte umweltfreundliche Harnstoff kam zuerst bei Nutzfahrzeugen und Omnibussen zum Einsatz. friwe/mid


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