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Auto-Funkschlüssel: Zwei Jahrzehnte Entwicklung

Immer mehr Funktionsvielfalt haben Autoschlüssel durch die Funktechnik erhalten. Vor 20 Jahren hat der Funkschlüssel als Anhängsel des konventionellen Türöffners mit Bart Einzug ins Auto gehalten. Schnell hat er sich durchgesetzt, weil er den Zugang zum Fahrzeug erleichtert, vereiste Türschlösser unerheblich macht und sogar aus der Entfernung funktioniert.

Die Technik kam zum Automobilzulieferer Continental, nachdem der den Bereich Siemens Automobiltechnik übernommen hatte.

Die Entwicklung ist in der Division Interior im Geschäftsbereich Body & Security angesiedelt. Der Hersteller sieht sich als führend bei der Technik.

Er hat die Personalisierung der Schlüssel vorangetrieben: So sind darin Einstellungen für die Sitz- und Lenkradposition ebenso hinterlegt wie gespeicherte Radiosender. Jährlich stellt das Unternehmen rund 20 Millionen elektronische Autoschlüssel her.

Technisch ermöglicht heute die Near Field Communication sogar eine Datenübertragung. Die Entwicklung ist bei Continental serienreif. Die Schnittstelle ermöglicht die Übertragung von Daten vom Fahrzeug oder einem Smartphone und Tablet-PC auf den Funkschlüssel.

Damit lässt sich unter anderem eine am PC ausgearbeitete Route auf das automobile Navigationsgerät übertragen. Zudem ist es möglich, das Smartphone als zusätzlichen „Fahrzeugschlüssel“ zu nutzen, weil der digitale Schlüssel im Mobiltelefon abgelegt ist. Mietwagen- oder Carsharing-Fahrzeuge sind damit ohne persönliche Schlüsselübergabe zu öffnen.

Bereits umgesetzt ist eine nur 3,4 Millimeter dicke Schlüsselkarte, die das Unternehmen 2012 für eine Luxuslimousine von Kia entwickelt hat. Sie passt in die Brieftasche und enthält das passive Zugangskontroll- und Startsystem „Passive Start and Entry, PASE“.

Mit dieser bereits 1999 eingeführten Technik scheint längst noch nicht das Ende der Entwicklungen erreicht zu sein. Der Zulieferer sieht die Zukunft in biometrischen Startsystemen. Dort lassen sich über Kameras und Sensoren bestimmte Merkmale eines Menschen erfassen und mit den Daten der autorisierten Fahrer abgleichen. mid/ld


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