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Carsharingmarkt – eine Goldgrube

Carsharing wird zum weltweiten Trend  und zur Goldgrube für Hersteller und Anbieter. Der Carsharingmarkt beläuft sich auf ein Volumen von rund einer Milliarde US-Dollar, weltweit sind inzwischen rund zwei Millionen Nutzer registriert.  Damit hat sich die Zahl der Carsharing-Fahrzeuge seit 2006 im Bestand fast verdreifacht. Und für die kommenden Jahre prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Steigerungsraten von mehr als 70 Prozent.

Vor allem in China wächst der Carsharingmarkt überdurchschnittlich. In ihrer Studie gehen die Experten bis 2018 von einem jährlichen Wachstum um etwa 80 Prozent aus. Die chinesischen Verbraucher sähen das Thema positiv. Die technischen Voraussetzungen wie das mobile Internet seien umfangreich gegeben und die Regierung unterstütze bereits die ersten einheimischen Carsharing-Dienstleister.

Allerdings sei das europäische Carsharing-Modell nicht direkt auf den Carsharingmarkt in China übertragbar. Unterschiede bestehen etwa bei der Infrastruktur, bei Bezahlsystemen oder bei der Transparenz in Bezug auf die Bonität der Kunden. „Das Flottenmodell mit frei im Stadtgebiet verfügbaren Fahrzeugen, wie es heute in Europa üblich ist, hat sich bislang nicht erfolgreich etablieren können“, sagt Andreas Maennel von der Roland Berger-Filiale in Shanghai. Deshalb eigneten sich in China „besonders stationsbasierte Flottenmodelle mit geschlossenen Nutzergruppen“.

Aber auch den Autoherstellern bieten sich in China zusätzliche Möglichkeiten mit speziell für den Carsharing-Einsatz angepassten Modellen. Ideal eignen sich kleine, für den Stadtverkehr optimierte und verbrauchsarme Fahrzeuge mit modernem Design und hohem Wiedererkennungswert. Zudem empfehlen sich modulare Konzepte, die kostengünstig produziert und repariert werden können. Für chinesische Carsharing-Kunden außerdem wichtig sind Komfort-Details wie etwa eine automatische Wiedererkennung des Nutzers und seiner Präferenzen bei Sitzeinstellung oder Heizung. mid/fw


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