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Mit der Mercedes-G-Klasse ins Guinness Buch

Nach einer Auto-Weltreise der ganz besonderen Art hat Gunther Holtorf jetzt die Ziellinie erreicht. Vor rund 26 Jahren brach er zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Christine auf. Ihr Ziel:

Sie wollten mit ihrem Mercedes-Benz 300 GD möglichst alle Länder der Erde bereisen. Knapp 900 000 Kilometer hat Gunther Holtorf mit seinem Geländewagen zurückgelegt und etwa 215 Länder gesehen – damit hat er es sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.

In all den Jahren auf Achse ist den Holtorfs die G-Klasse so sehr ans Herz gewachsen, dass sie dem Gefährt einen Namen gegeben haben: „Otto“. Jetzt hat Gunther Holtorf das „Marathon-Mobil“ sicher in die schwäbische Heimat zurückgebracht. Und dort erhält es einen Ehrenplatz im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart-Untertürkheim. Da der „Zieleinlauf“ der Weltreise jetzt zum 35. Geburtstag der G-Klasse erfolgt, erscheinen zeitgleich die Sondermodelle G 350 BlueTEC Edition 35 (ab 101 031 Euro) und G 500 Edition 35 (ab 112 812 Euro).

Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche war bei der offiziellen Fahrzeugübergabe an das Mercedes-Benz-Museum beeindruckt: „Dass es die G-Klasse auch in Zukunft noch geben wird, das verspreche ich. Dass es Charakter-Typen wie Gunther Holtorf auch in Zukunft noch geben wird, dass hoffe ich.“ Für den 77 Jahre alten Weltenbummler ist sein Mercedes-Benz 300 GD das Expeditions-Mobil schlechthin: Besonders in heiklen Situationen wuchs die Symbiose zwischen den Holtorfs und der G-Klasse.

Mehr als 250 000 Kilometer legte der 300 GD abseits befestigter Straßen zurück. Auf Schotter- oder Wellblechpisten, im Schlamm, auf Schlaglochstrecken oder felsigen Kletterpassagen im Hochgebirge. Für Fahrwerk und Chassis entspricht diese Belastung laut der Daimler-Strategen rund 2,5 Millionen Kilometer unter normalen mitteleuropäischen Bedingungen. Dazu kamen noch die unterschiedlichsten Wetterbedingungen: von der gnadenlosen Gluthitze der Wüste über dampfende Dschungelgebiete bis hin zu arktischen Gefilden mit klirrender Kälte.

Und der treue „Otto“ hatte eigentlich immer mit Übergewicht zu kämpfen. Inklusive Expeditionsausrüstung und Lebensmitteln, mit Reserve-Kanistern, Betriebsmitteln, Werkzeug, Bergeausrüstung, Ersatzteilen und Reserverädern brachte die G-Klasse satte 3,3 Tonnen auf die Waage, das sind rund 500 Kilogramm mehr als das zulässige Gesamtgewicht. Allein 400 Kilogramm bekam der Geländewagen aufs Dach gepackt. „Eigentlich war unser Auto immer überladen, deshalb hatten wir verstärkte Federn und Schlechtwege-Stoßdämpfer eingebaut“, so Gunther Holtorf.

Bevor „Otto“ seinen endgültigen Platz im Mercedes-Benz-Museum erhält, wird er ab Ende Februar 2015 noch einmal für etwa zwei Jahre auf Reisen geschickt: Durch die Mercedes-Benz-Center und Niederlassungen in Deutschland und Europa. Bleibt zu hoffen, dass „Otto“ auf den letzten Metern nicht doch noch schlapp macht. mid/rlo


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