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Pkw-Maut und der Geist von FJS

Kommentar:  Für die CSU ist immer Wahlkampf. Aber besonders dann, wenn sich die Mannen und Frauen der bayerischen Großpartei im ansonsten eher idyllischen Wildbad Kreuth treffen. Da gibt es Bier in großen Krügen zu trinken, manche Volksweisheit zu hören, und überall kichert der Geist des FJS:

Franz Josef Strauss ist zwar 1988 in die ewigen Jagdgründe eingegangen, aber seine Denke und sein Gespür für den derben Spaß mit ernstem Kern sind in der CSU noch durchaus lebendig und wieder erwacht. Denn da ist der Führungstruppe um CSU-Chef Seehofer seit einigen Wochen der mediale Wirbel um den Kanzleraspiranten Steinbrück von der SPD ein Stachel im Fleische. Zwar wird meist nicht gerade wohlwollend über die Steinbrückschen Absonderungen zu seinen Honorar-Vorträgen, zum Kanzlergehalt und zu Steuerreform und Abschaffung des Ehegattensplittings reflektiert. Aber immerhin wird kommentiert, der Steinbrück bewegt die Leute, von der CSU hört man zu wenig und den Verkehrs-Ramsauer nimmt doch keiner ernst, flüstert der FJS-Geist dem Seehofer ins Ohr, tu was Horsti. Und der ist folgsam, beschimpft in bajuwarischer Manier erst einige seiner Getreuen und ballert dann der Kanzlerin die Uralt-Idee von der Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen vor den Latz. Die reagiert wie ein Sprechautomat ablehnend, ihre Meinung in dieser Frage habe sich nicht geändert. Aber die CSU gibt natürlich nicht so schnell nach und setzt auf Populismus: Wenn die deutschen Autofahrer überall in Europa zur Kasse gebeten werden, dann sollen die Ausländer auch bei uns zahlen, so oder ähnlich tönt es von der CSU. Das ist zwar populistisch und im Sinne von FJS, ob es aber europäisch sinnvoll ist, interessiert die CSU nicht wirklich. Schließlich ist für sie schon wieder Wahlkampf. Und nicht nur in Wildbad Kreuth. Wolfgang Peters/mid wp/mid


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