Sie sind hier:   Startseite / Wie gut sind unsere Fahrzeuge wirklich?

Wie gut sind unsere Fahrzeuge wirklich?

Der schlechte technische Zustand vor allem älterer Autos auf Deutschlands Straßen hat 2011 einen neuen Rekordwert erreicht. 19,5 Prozent aller Pkw haben bei der Hauptuntersuchung (HU) wegen erheblicher Mängel bis hin zur Verkehrsunsicherheit keine Prüfplakette erhalten.

Das ist der höchste Mängelwert seit 14 Jahren. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt der von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) vorgestellte Mängelreport für 2011.

An 51,7 Prozent der bei der GTÜ im Rahmen der HU untersuchten 3,7 Millionen Pkw stellten die Prüfingenieure Mängel fest. Nur 48,3 Prozent waren komplett mängelfrei. Am häufigsten traten Mängel an der Beleuchtung und Elektrik auf. Vor allem ältere Autos zeigten Probleme an Bremsen, Achsen, Rädern und Reifen.

„Die Jahr für Jahr steigenden Mängelzahlen sind alarmierend. Sie erhöhen nicht nur das sicherheitstechnische Risiko, sondern auch das Unfallrisiko zahlreicher Pkw auf unseren Straßen“, warnt Rainer Süßbier, Technischer Leiter der GTÜ. Einen Hauptgrund für den sich stetig verschlechternden technischen Zustand der Pkw sieht die Prüf- und Sachverständigenorganisation beim Trend vieler Autofahrer, am regelmäßigen Service in der Werkstatt zu sparen und die notwendigen Reparaturen auf die lange Bank zu schieben.

Mit 24,1 Prozent ist die Mängelgruppe „Beleuchtung/Elektrik“ in allen Altersklassen nach wie vor mit Abstand der Spitzenreiter in der aktuellen Mängel-Statistik. Mit 18,8 Prozent belegen technische Unzulänglichkeiten an der „Bremsanlage“ den zweiten Platz. Mit 17,2 Prozent folgt der Bereich „Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen“ auf Platz drei.

Besonders erschreckend ist der technische Zustand vieler älterer Autos. In der Altersgruppe über neun Jahre waren 2011 rund 70 Prozent der Pkw mit Mängeln unterwegs. Rund 28 Prozent der Fahrzeuge in dieser Altersklasse wiesen erhebliche Mängel auf oder waren sogar verkehrsunsicher. tl/mid Bildquelle:GTÜ


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.






Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben