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Die sechste Generation des Opel Astra

Die sechste Auflage des Opel Astra zeigt, aus welchen Elementen der Antriebsmix in den kommenden Jahren komponiert sein wird.


Manchmal lohnt ein Blick in die Vergangenheit, um Neues zu erschaffen. Als Autobauer Opel nach Inspirationen für das neue Markengesicht suchte, tauchte plötzlich der Manta in den Köpfen der Designer auf.

Die Frontpartie des Coupés gab den Anstoß für die heute als „Vizor“ oder Visier definierte Frontpartie der aktuellen Modelle. Als jüngster „Visierträger“ fährt jetzt der neue Opel Astra vor, der mit der sechsten Auflage zugleich einen Schlusspunkt setzt. Die danach folgende Modellgeneration wird – wenigstens in Europa -, wenn sie im Jahr 2028 vorgestellt wird, vollelektrisch vorfahren.

Das Design des neuen Astra ist konsequent sachlich und verzichtet auf überflüssige Schmuckelemente. Obwohl, ein wenig Chrom kann eigentlich nie schaden. Auf der Motorhaube erinnert eine „Bügelfalte“ ebenfalls an den Manta, und dank des in einigen Ausstattungslinien schwarz lackiertem Dachs wirkt der kompakte Opel größer, obwohl er gegenüber dem Vorgänger nur geringfügig um vier Millimeter zugelegt hat. Dem Verzicht auf vermeintlich überflüssigen Zierrat fiel bei einigen Varianten der Opel-Blitz zum Opfer, der nun in dezentem Schwarz auf der dunklen Front fast verschwindet.

Die sechste Auflage des Astra zeigt, aus welchen Elementen der Antriebsmix in den kommenden Jahren komponiert sein wird. Zum Start ist die Palette ziemlich übersichtlich. Neben einem 1,2-Liter-Benziner-Dreizylinder mit zwei Leistungsstufen (110 PS / 81 kW) und 130 PS / 96 kW) bleibt nur ein Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und 130 PS im Programm.

Als Neuzugang und Ausblick auf die elektrische Zukunft der Marke fährt der Opel Astra außerdem als Plug-in-Hybrid vor. Die Systemleistung von 180 PS (132 kW) teilen sich ein 1,6-Liter-Turbovierzylinder und ein Elektromotor (81 kW), der dank der 12,4 kWh starken Batterie eine Reichweite von mehr als 60 Kilometern erreichen soll.

Nach einer ersten Ausfahrt scheint das Versprechen durchaus realistisch zu sein, vorausgesetzt der Mensch hinter dem Lenkrad verzichtet darauf, allzu oft die elektrische Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h abzurufen und nutzt stattdessen konsequent die Möglichkeiten der Energierückgewinnung über die Fahrstufe „B“ der Acht-Stufen-Automatik. Maximal ist der Astra PHEV 225 km/h schnell. Für den Spurt von null auf 100 km/h benötigt er 7,6 Sekunden. Die Batterie kann in knapp zwei Stunden geladen werden. Der Verbrauch lag im Hybridmodus am Ende bei drei Litern. Opel verspricht 1,1 Liter, die aber allenfalls auf einem von der Realität abgeschirmten Prüfstand erreicht werden. Eine 225 PS starke Version ist in Vorbereitung, und im kommenden Jahr fährt der Astra dann auch noch mit vollelektrischem Antrieb vor.

Diese Antriebsvielfalt ermöglicht die Konzernplattform EMP2, die bereits beim Peugeot 308, Citroën C4 und DS4 eingesetzt wird und für alle Motorenkonzepte genutzt werden kann. Allerdings „haben wir“, betont der stellvertretende Chefingenieur Thomas Stüber, „die Opel-DNA bis in die letzte Schraube in den neuen Astra integriert. Der Opel Astra wurde in Rüsselsheim entworfen und entwickelt und wird auch dort gebaut.“ Dazu gehört auch „das autobahngeprüfte Fahrverhalten.“ In der Tat ist der neue Astra gegenüber seinem Vorgänger dank des Fahrwerks mit McPherson-Federbein vorne und einer Verbundlenkerachse im Heck wesentlich fahraktiver, die Lenkung arbeitet deutlich präziser, so dass auch bei höheren Geschwindigkeiten eine verbesserte Stabilität erreicht wird. Auch die Bremsen wurden überarbeitet und verzögern den Astra in allen Situationen zuverlässig. Dank des geringen Luftwiderstands (cw-Wert O,269) und der guten Dämmung herrscht während der Fahrt eine angenehme Ruhe.

Im Innenraum wird der Unterschied zum Vorgänger noch deutlicher. Der Fahrer blickt auf zwei digitale Bildschirme, die Opel „Pure Panel“ getauft hat und die alle analogen Anzeigen ersetzen. Pure bedeutet auch, dass sich die Anzeigen auf die sinnvollen Bedienangebote beschränken, und außerdem lassen sich wichtige Funktionen wie die Klimatisierung wie bisher über Schalter bedienen, um so die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen zu verringern. Die Opel-Entwickler spendierten dem Astra zudem hochwertige Materialien und (gegen Aufpreis) die von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) zertifizierten Sitze, die ermüdungsfreies Fahren ermöglichen. Der Gepäckraum erreicht maximal 1268 Liter beim Plug-in und 1339 Liter bei den Verbrennerversionen.

Wie der Vorgänger kommt der Astra mit etlichen Merkmalen, die bislang allenfalls in höheren Automobilklassen üblich sind. Dazu gehört die jüngste Version des adaptiven Intellilux-LED-Lichtsystems, das aus dem Insignia übernommen wurde und mit 168 LED-Elementen ausgerüstet ist. Außerdem ist der Astra mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen lieferbar. Dazu gehören unter anderem das Intellidrive 1.0 System mit einem Frontkollisionswarner, Fußgängererkennung, einem aktiven Spurhalte-Assistenten, Verkehrszeichenerkennung und einen automatischen Geschwindigkeitsassistenten mit Stopp & Go Funktion bei den Automatik-Versionen und ein sehr gut arbeitendes Head-up-Display.

Die Markteinführung des Opel Astra erfolgt in Kürze.  ampnet  aum/Walther Wuttke

Daten Opel Astra Plug-in-Hybrid

Länge x Breite x Höhe (m): 4,37 x 2,06 x 1,44
Radstand (m): 2,67
Antrieb: R4-Benziner, 1598 ccm, Plug-in-Hybrid, Frontantrieb, 8-Stufen-Automatik
Gesamtleistung/Leistung: 133 kW / 180 PS
Max. Drehmoment: 360 Nm bei 250-1750 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,6 Sek.
Elektr. Reichweite: 60 km (WLTP)
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 1,0–1,1 Liter
Effizienzklasse: A
CO2-Emissionen: 22–26 g/km
Leergewicht / Zuladung: min. 1678 kg / max. 472 kg

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