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Kleinwagen Toyota Yaris Hybrid: weniger ist mehr

Der Kleinwagen Toyota Yaris Hybrid soll mit extrem niedrigem Verbrauch glänzen: 3,5 Liter pro 100 Kilometer und ganze 3,1 Liter pro 100 Kilometer im Stadtverkehr machen die Hybridversion des Yaris zum saubersten Fahrzeug mit Verbrennungsmotor in Deutschland.

 Zudem erhoffen sich die Verantwortlichen vom günstigen Einstiegspreis, der bei 16 990 Euro liegt, eine noch höhere Nachfrage. Rund 20 Prozent soll der Anteil des Hybriden bei den Yaris-Verkaufszahlen in Zukunft betragen. Wir konnten den sparsamen Kleinwagen schon fahren und sagen, wie er sich im normalen Alltagsverkehr verhält.

Mehr als 2,5 Millionen Yaris verkaufte Toyota seit Einführung der Kleinwagen-Reihe 1999 in Europa, wobei traditionell Benzin- und Dieselmotoren für den Vortrieb gesorgt haben. Eine weitere Verkaufssteigerung erhoffen sich die Japaner jetzt von der dritten Motorisierung, dem Yaris Hybrid. Von den übrigen Versionen unterscheidet sich das Hybrid-Fahrzeug durch eine aerodynamisch optimierte Karosserie. Neuer Kühlergrill, modifizierter Spoiler, schlanke Scheinwerfer mit Tagfahrleuchten in LED-Technik, LED-Heckleuchten unter Klarglasabdeckungen und spezielle Felgen – je nach Ausstattung gibt es 15-Zoll-Stahlräder oder Leichtmetallfelgen im 15- und 16-Zoll-Format – charakterisieren den sauberen Yaris neben seinen blauen Logos äußerlich. Im Innenraum: Die Instrumente sind gut ablesbar, die Bedienelemente leicht zu erreichen und gut erkennbar. Schon zur Basisausstattung gehört eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrisch verstellbare Spiegel, elektrische Fensterheber und ein höhen- und längsverstellbares Lenkrad. Als störend erweist sich allerdings die nur grob einstellbare Verstellung der Rückenlehnen. Ansonsten sind die vorderen Stühle bequem, aber straff gepolstert. Der Einstieg auf die Rücksitze erfolgt komfortabel über eigene Türen. Die Batterie des Hybrid-Antriebs ist unsichtbar und platzsparend unter den Rücksitzen untergebracht.

Gegen Aufpreis erweckt ein Startknopf den Motor zum Leben. Allerdings unhörbar, da im Standbetrieb nur der E-Motor aktiv ist. Mit dem fährt der Fronttriebler auch an, ehe sich der Benzinmotor bei nachdrücklichem Gasbefehl zuschaltet. Insgesamt beträgt die rein elektrische Reichweite zwei bis drei Kilometer. Auf einem Display kann der Fahrer beobachten, welchen Antrieb er gerade nutzt, oder ob der Schubbetrieb elektrische Energie in die Batterie zurückgeführt.

Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 55 kW/74 PS und variabler Ventilsteuerung ist vom 1,8 Liter großen Vierzylinder der zweiten Prius-Generation abgeleitet. Der Elektromotor leistet 45 kW/60 PS. Als Energiespeicher dient eine Nickel-Metallhydrid-Batterie. Der Benziner ist kräftig genug, um im Stadtverkehr und bei Überlandfahrten gutes Mitschwimmen zu gewährleisten. In der Beschleunigungsphase gibt der Verbrenner sich allerdings zäh. Um 100 km/h zu erreichen, benötigt der Japaner 11,8 Sekunden und es scheint eine Ewigkeit zu vergehen, ehe der 1 160 Kilogramm schwere Kleinwagen seine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h erreicht. Als ausgesprochen störend erweist sich in der Phase der vollen Leitungsentfaltung das stufenlose Getriebe. Wenn das Gaspedal durchgetreten ist, entwickelt es einen Sound, der keinen Vergleich mit einer Kreissäge scheut. Dieser Ton hält bis zu dem Moment an, in dem der Fahrer den Gasfuß lupft. Erst dann wird es im Innenraum wieder ruhig und angenehm. Komfort bietet der Kleine auf jeden Fall. Die meiste Freude bereitet aber der Blick auf den Verbrauch. Um die 3,5 Liter Super pro 100 Kilometer zu erzielen, die Toyota angibt, ist zwar der Fahrstil eines Verkehrshindernis erforderlich, aber es funktioniert. Wer vernünftig mitschwimmt, muss mit einem Verbrauch von knapp unter fünf Litern rechnen. Damit lässt sich leben.

Der neue Toyota Yaris Hybrid überzeugt in fast allen Lebenslagen. Umweltschonend im Stadtverkehr mit elektrischem Antrieb, ein durchaus ausreichender Benzinmotor für Überlandfahrten und der günstige Anschaffungspreis werden den ersten Vollhybrid im Kleinwagen-Segment mit Sicherheit zu einem Verkaufsschlager avancieren lassen. Jürgen Schramek/mid Bilerquelle: Toyota


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Ein Kommentar zu “ Kleinwagen Toyota Yaris Hybrid: weniger ist mehr ”

  1. DerHardi

    Bin den Wagen gefahren, die Live-Version mit Navi. Wenn man durchtritt jault er wirklich nervig auf. Mit normaler und zügiger Beschleunigung habe ich es nicht geschafft. Halb Stadt, halb Überland mit 4,2 l/100 km über 30 km. Man versucht dann schon soweit möglich elektrisch zu fahren und wenig zu beschleunigen, was nicht immer möglich ist, wenn einer hinter einem ist. Und wen der Benziner dann mal an ist, kann man auch mal schnell beschleunigen. Eco-Mode ist fürs normale Fahren, ohne kommt es mal zu den hohen Geräuschen. EV-Mode könnte besser programmiert sein. Schaltet etwas später den Benziner zu also ohne, noch zu zeitig, finde ich. 70 km/h im EV sind auch möglich, wenn man nur die Geschwindigkeit halten möchte, ab 50 lässt es sich jedoch nicht mehr explizit einschalten. Innenraum und äußeres i.O. Kleinigkeiten die fehlen, die man von Deutschen Neuwagen kennt, aber dafür geiles Preis/Leistung. Kaufen!

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